Deutsch-Projekte

Krabat – 12 Gesellen im Bann der Schwarzen Magie

12 Rezensionen zu einem Jugendbuch-Klassiker

 

Ein Projekt der Klasse 6a im Schuljahr 2020/21

 

Zauberunterricht in der Schwarzen Kammer – Szenenbild von Sebastian W.

Zum Geleit:

Otfried Preußlers 1971 zum ersten Mal erschienener Jugendroman „Krabat“ hat mittlerweile Generationen von Schülerinnen und Schülern fasziniert und auch als Lehrkraft staunt man immer wieder, dass Preußlers Neuauflage einer sorbischen Volkssage noch eine solche Strahlkraft entwickeln kann: Pure Magie in ihrer ursprünglichsten Form! Doch sehen Sie selbst, was junge Leser des Jahres 2021 an der ollen Kamelle finden. Viel Vergnügen!

Erwin Fiesel


4,0 von 5 Sternen

Krabat – ein außergewöhnliches Buch mit rasantem Ende

Von Anna-Lena B., 24.2.2021

Krabat, ein vierzehnjähriger Waisenjunge, begibt sich in die Schwarze Mühle, um Müller zu werden. Zudem lernt er dabei die Schwarze Magie kennen, zuerst ist er fasziniert, doch nach kurzer Zeit bekommt er einen anderen Eindruck von ihr, aber auch vom Meister. Er bemerkt, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht!

Ich bin 12 Jahre alt und muss sagen, dass ich sehr überrascht von dem Roman war. Natürlich habe ich mich nicht gefreut, als ich erfahren habe, dass wir eine Schullektüre lesen, aber spätestens ab dem zweiten Teil des Romans war ich überzeugt davon, das Buch weiterzulesen. Ich habe diese Geschichte wortwörtlich „verschlungen“, sodass ich sie in drei Tagen zu Ende gelesen hatte und ich muss sagen, ich bin wirklich keine „Leseratte“. Noch jetzt, nach 2 Wochen, kann ich mich an jede einzelne Szene erinnern.

Ich kann auch noch empfehlen, zuerst das Buch zu lesen und danach den Film anzuschauen, da in diesem vieles weggelassen wurde. Außerdem möchte ich noch erinnern, dass der Film eine „FSK 12“ hat, da dort öfters brutale Szenen auftauchen.

Jedoch auch der Roman selbst hat neben einer liebevollen Seite eine düstere Seite. Er ist abwechslungsreich und sehr umfangreich und so geschrieben, als könnte er der Realität wirklich entsprechen, aber auch die Träume sind sehr überzeugend dargestellt. Die Magie war überzeugend, da sie nicht zu übertrieben wirkte.

Es sind leider auch sehr viele elliptische Sätze vorhanden, die mich persönlich nicht sehr ansprechen, so sind z.B. in vielen Sätzen keine Prädikate. Außerdem ist die Wortwahl altertümlich, z.B. „anverwandeln“, „bloßfüßig“, somit versteht man oft nicht, was genau gemeint ist. Zudem gibt es mehrmals einen Stimmungswechsel, der nicht sehr viel Sinn macht. Der Schluss endet rasant und unerwartet, da man sich nach so viel Spannungsaufbau etwas mehr erwartet.

Fazit: Insgesamt kann ich die Geschichte nur weiterempfehlen, vor allem für Leseanfänger. Sie ist spannend und macht Spaß beim Lesen. Hat leider nur ein rasantes Ende!


5 von 5 Sternen

Krabat – Spannung pur

Von Patrick E., 22.02.21

Es war kein Fehler das Buch zu kaufen. Krabat, ein 14-jähriger Waisenjunge, bekommt immer wieder Visionen, in denen er zu einer Mühle gehen soll, um den Beruf des Müllers zu erlernen. Dies tut er dann auch und es stellt sich heraus, dass es eine Schule der Schwarzen Magie ist. Dort lernt er so einiges, aber der Meister muss jedes Jahr jemanden opfern und deswegen will ihn Krabat aufhalten.

Kantorka, wie Carla K. sie sich vorstellt

Die Geschichte ist voller Geheimnisse und bietet fantasievolle und mysteriöse Ereignisse, die Krabat erlebt. In seinen sehr wirklichkeitsnahen Träumen verschwimmt die Realität mit der Traumwelt. Beim Vollzug eines Schwurs für den Meister in der Osternacht hören Krabat und sein Freund Tonda plötzlich eine Mädchenstimme singen, in die sich Krabat sofort verliebt. Letztendlich besiegt er in einem finalen Kampf mit Hilfe seiner Freundin Kantorka und der Kraft der Liebe den Müllermeister vom Schwarzen Wasser. Es siegen Kameradschaft, Anstand und Mitgefühl, mit einem Wort also das Gute im Menschen.

Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Das müsst ihr selbst lesen! Inhaltlich ist das literarische Werk wirklich gut und spannend geschrieben. Der Aufbau ist strukturiert, aber der Schluss tritt ein wenig zu schnell ein, wodurch der Leser enttäuscht ist. Sprachlich ist es ein wenig veraltet, aber trotzdem verständlich.

Fazit: Es handelt sich um ein insgesamt wirklich gutes und spannendes Buch. Ihr solltet es zu einhundert Prozent lesen!


4 von 5 Sternen

Krabat – mit Spannung ins Buch und wieder heraus

Von Regine E., 18.02.2021

Als ich anfing das Buch zu lesen, gab es für mich eine sehr große Spannung. Ich konnte den Roman mit keinem anderen vergleichen, welchen ich davor gelesen hatte. Durch die Stimmungsschwankungen des Meisters war mir nie klar, was als Nächstes passiert, weshalb ich immer weiter las. Jedoch gebe ich einen Punkt weniger:

  1. Wegen der veralteten Sprache, die immer wieder vorkommt und deshalb den Text etwas unverständlicher macht, z.B: „Krabat, ein Junge von vierzehn Jahren damals, hatte sich mit zwei anderen wendischen Betteljungen zusammengetan, und obgleich Seine allerdurchlauchtigste Gnaden, der Kurfürst von Sachsen, das Betteln und Vagabundieren in Höchstderoselben Landen bei Strafe verboten hatten, zogen sie als Dreikönige in der Gegend von Hoyerswerda von Dorf zu Dorf … .“

    Der Meister, wie ihn sich Regine E. vorstellt
  1. Wegen dem Ende, weil es mich sehr enttäuscht, denn ich finde die Kantorka errät zu schnell, wer Krabat ist und dieses Geschehen im Buch mit einem Satz abgetan wird: „[Sie] zeigte auf Krabat.“ Er hätte diese Szene länger schreiben sollen, um das Ende und den Tod des Meisters mehr hinauszuzögern und somit den Text etwas spannender zu gestalten.

Die Gliederung des Romans in drei Jahre finde ich sehr passend und sie macht alles nochmal übersichtlicher. Allgemein ist das Buch wirklich gut geschrieben; da es mir schwer erscheint so etwas zu schreiben, empfehle ich es jedem, der viel Fantasie und sogar Zauberei in Büchern mag. Jedoch ist dieser Roman für niemanden unter 10 Jahren geeignet, da viele gewaltsame sowie grausame Ereignisse geschehen.

Fazit: Dieser Roman ist ein Meisterwerk, auch wenn es am Anfang nicht so scheint, also lest ihn!

 


4 von 5 Sternen

Krabat – „Schon nach kurzer Zeit völlig überzeugt!“

Von Susanne F., 22. Februar 2021

Ich bin 12 Jahre alt und Krabat war eine Schullektüre. Zuerst bin ich von diesem Buch nicht sehr begeistert gewesen, da ich wirklich keine Leseratte bin. Aber schon nach kurzer Zeit änderte sich meine Meinung. Der Roman ist mir anders als anderen Geschichten erschienen, die ich bereits gelesen hatte. In den magischen und doch sehr menschlichen Abenteuern ist Krabat stets mutig und selbstbewusst. Doch dem ist nicht immer so gewesen.

Am Anfang seiner Geschichte, bevor er ein Bediensteter der Schwarzen Kunst des Meisters geworden ist, tritt Krabat als ein verunsicherter und meist an sich selbst zweifelnder Junge auf. Doch dann, als dieser junge Mann zu der Schwarzen Mühle kommt, ändert sich dies rasch. Krabat lernt neue Freunde kennen und er findet sogar die Liebe seines Lebens.

Der sprachliche Ausdruck dieses Jugendromans wirkt etwas altertümlich. Markant dabei ist, dass der Autor in seinen Sätzen das Prädikat oft weglässt. Dadurch lässt sich der Text nicht immer flüssig lesen und erfordert aktives Mitdenken. Das Ende der Geschichte ist relativ knapp verfasst. Dies steht im Gegensatz zu den vorherigen, sehr ausführlich beschriebenen Abenteuern. Außerdem möchte ich an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass die Geschichte manchmal auch sehr brutale und gewaltsame Szenen beinhaltet, die für sehr sensible Kinder nur schwerlich zu verdauen sind.

Andererseits ist es dem Autor Otfried Preußler besonders gut gelungen, sehr berührend und emotional zu schreiben. Man hat beim Lesen der Geschichte das Gefühl, direkt in diesen magischen oder auch unheimlichen Augenblicken dabei zu sein. Gerade bei den Neumondnächten oder bei Krabats düsteren Albträumen ist dies der Fall. Somit verliert der Jugendroman nie an Spannung.

Fazit: Krabat ist ein sehr gelungenes Buch von Otfried Preußler, das ich gerne immer wieder verschlinge. Außerdem empfehle ich allen, ob alt oder jung, sich auf den magischen Jugendroman zu stürzen. Ich selbst bin von dieser Geschichte voll überzeugt!


4,5 von 5 Sternen

Krabat – der Inbegriff des Unheimlichen und Sagenhaften

Von Amélie F., 02.03.2021

Krabat, ein 14-jähriger Betteljunge, lebt mit zwei etwa gleichaltrigen Freunden auf der Straße. Eines Nachts hat er einen geheimnisvollen Traum, der ihm den Weg zur Mühle im Koselbruch weist. Nachdem er den gleichen Traum dreimal geträumt hat, beschließt Krabat diese Mühle aufzusuchen. Dort angekommen, wird er bald in die Magie des Müllermeisters hineingezogen.

In Otfried Preußlers Buch finden sich viele Anspielungen auf Bräuche aus dem Christentum wieder, wie z.B.: 12 Gesellen im Buch und 12 Jünger Jesu oder die Vorgänge rund um die Osterzeit. Der Autor beschreibt Märchen aus der wendischen Sagenwelt und die uneingeschränkte Macht eines Meisters, der seine Müllerjungen ununterbrochen überwacht. Dieser nutzt seine Magie stets für böse Handlungen, daher macht er einen düsteren Eindruck auf die Leser. Er ist es, der zwischen Leben und Tod entscheidet, denn er muss dem gefürchteten Herrn Gevatter jedes Jahr einen seiner Burschen opfern, um nicht selbst sterben zu müssen.

Der „doppelgesichtige“ Juro aus der Sicht von Amélie F.

In der Mühle im Koselbruch geht jedes Zeitgefühl völlig verloren. Tag für Tag immer das Gleiche. Die wenigen Ausflüge werden für die Mühlknappen zu einem besonderen Erlebnis, wie für Krabat in der Osternacht. In dieser Nacht sitzt er mit Juro, einem seiner Mitgesellen, am Feuer und wartet gespannt auf den Gesang der Kantorka, eine junge Sängerin, die Krabat sofort in ihren Bann zieht. Juros Überlebensstrategie ist es, alle anderen glauben zu lassen er wäre dumm, denn der Meister tötet nur die Gesellen, die zu viel von ihm gelernt haben.

Krabat trifft sich von nun an manchmal mit der Kantorka und zusammen schmieden sie einen Plan, wie sie den bösen Müllermeister besiegen können.

Fazit: Spannende Szenen werden anschaulich ausgeschmückt. Sprachlich wirkt das Werk in der heutigen Zeit manchmal sehr veraltet, trotzdem macht es Spaß, dieses fesselnde Buch zu lesen, denn Spannung ist ab der ersten Seite vorhanden. Schade ist jedoch, dass der Schluss des Buches zu kurz geschrieben wurde!


2,5 von 5 Sternen     

Krabat – Mord mit gutem Ende

Von Vinzenz G., 25.2.2021

Krabat, ein vierzehnjähriger Waisenjunge, verdingt sich als Lehrling in der geheimnisvollen Mühle am Schwarzen Wasser. Schnell bemerkt er, dass dort magische Dinge geschehen.

Ich hatte noch nie von Krabat gehört, bis ich die Lektüre im Unterricht lesen musste. Die Sprache ist alt und enthält viele Fremdwörter. Es wirkt alles extrem abgehackt, sowohl in der Handlung, als auch in den Beschreibungen. Die Geschichte hat keine große Einleitung, sondern beginnt direkt mit dem Traum des Jungen. Dabei sitzen elf Raben auf einer Stange. Ein Platz ist frei. Auf einmal befiehlt eine geheimnisvolle Stimme, dass Krabat zur Mühle am Koselbruch gehen soll. Ich fand es schwer in das Buch hineinzufinden, weil man viele Namen und Personen kennen lernen muss.

Ich wollte eigentlich nicht mehr weiterlesen, aber ich musste. Besser wurde die Geschichte, als man die Personen zuordnen konnte. Die Handlung war zum Teil sehr grausam, es gab sogar Morde, die man aber erwarten konnte.

Zum Schluss wurde es extrem spannend, aber ein Zuviel an Magie machte alles wieder kaputt. Im Gegensatz zu den anderen Teilen war der Schluss sehr kurz. Was aber gut war, weil sich am Ende schnell alles zum Guten wendet.

Ich würde das Buch, an dem der Autor 10 Jahre gearbeitet hat, nur Menschen weiterempfehlen, die Harry Potter mögen oder viel Fantasie haben.

Fazit: Für mich war die Geschichte zu fantastisch. Ich mag lieber realistischere Bücher und Geschichten!


4,0 von 5 Sternen     

Krabat – spannend aufgebaut, Ende zu kurz

Von Theresa H., 17. Februar 2021

Ich empfehle das Buch keinen Kindern unter 10 Jahren, da es sehr gewalttätig und gruselig sein kann, z.B. wenn der Herr Gevatter in einer Neumondnacht kommt. Es ist in sehr altem Stil geschrieben, dadurch ist es manchmal nur schwer zu verstehen und es dauert eine Weile, bis man sich an diesen Stil gewöhnt hat, aber wenn man sich einmal eingelesen hat, ist man gefesselt und es stört einen nicht mehr. Man lebt sozusagen in der Person, man teilt die Gefühle. Das Buch kann sehr brutal sein, wenn beispielsweise Tonda getötet wird, dann ist es wieder ein zartes Märchen mit der Liebesgeschichte von Krabat und seiner Kantorka. Es sind Stimmungsschwankungen, viel Magie, albtraumhafte Stellen und auch viel Positives, Zartes enthalten. Ein bisschen schade ist, dass die Magie fast nur negativ eingesetzt wird, doch wenn man dieses Buch ganz liest, macht es der Rest des Textes wieder wett. In dieser Lektüre werden manche nicht ganz so spannende Textstellen sehr ausführlich erzählt, dadurch geht es an diesen Stellen nur zäh zu lesen. Das Traurige ist jedoch, dass der Höhepunkt auf drei Seiten gekürzt ist. Ottfried Preußler arbeitet 347 Seiten auf diesen Höhepunkt hin, sieht zu, dass er alles sanft und verständlich einschleust, und dann enttäuscht er einen, indem er diesen Höhepunkt auf drei Seiten beschränkt. Es sind am Ende keine Gefühle mehr vorhanden, nur noch äußere Handlung, keine innere Handlung mehr. Dieser Text kann, je nach Alter, sehr unterschiedlich wirken, es kommt zudem ganz auf die eigene Fantasie an.

Fazit: Ich empfehle es jedem Bücherwurm, der gerne Spannung, kleine Liebesgeschichten und viel Magie mag!


4,0 von 5 Sternen

Krabat spannendes Buch mit zu knappem Schluss

Von Daniela H., 17.2.21

Ich musste als Lektüre in der Schule Krabat von Otfried Preußler lesen, meine Erwartungen wurden dabei übertroffen:

Obwohl ich nicht gerne und viel lese, finde ich dieses Buch schön! Ich bin sehr überrascht, wie viel Spannung in dieser Geschichte ist. Man will gar nicht mehr aufhören zu lesen. Jedoch ist der Schluss viel zu knapp, als hätte Otfried Preußler kein Papier mehr gehabt! Ca. 340 Seiten Spannung und dann den Höhepunkt und den Schluss auf 1 Kapitel gequetscht. Am Höhepunkt waren nur mehr äußere Handlung auf äußere Handlung vorzufinden und keine Gefühle und Gedanken mehr. Im Schluss fehlten Informationen, zum Beispiel: Wie leben sie jetzt? Oder: Muss Krabat eine Schule besuchen?  Ich finde es gut, dass es kein reines Fantasiebuch ist, sondern in der echten Welt spielt und nur fantastische Elemente eingebaut sind. Auch die altmodische Sprache ist sehr passend, z.B. (erstes Kapitel, zweiter Satz): „Krabat, ein Junge von 14 Jahren damals …“: Diesen Satzbau würde man heutzutage nicht mehr hernehmen! Diese Art zu schreiben passt meiner Meinung nach super zum Roman, da die Geschichte ja auch in der Vergangenheit spielt.

Das Buch ist nicht für unter Zehnjährige geeignet (Spoileralarm!!!), da dort jedes Jahr ein Geselle ermordet wird, man an Ostern an einem Kreuz die Nacht verbringen muss, wo jemand qualvoll gestorben ist und sich Merten aufhängen wollte. Doch insgesamt ist die Geschichte toll geschrieben.

Fazit: Trotz allem empfehle ich das Buch weiter, da mir die Geschichte sehr gut gefällt!


4,0 von 5 Sternen:

Krabat – fast perfekter Jugendroman

Von Martin K., 20.2.2021

Das Buch beginnt sehr einfach: Krabat träumt von 11 Raben, die ihm sagen, dass er zur Mühle im Koselbruch gehen solle. Das macht er auch und trifft den Meister, der ihn fragt, ob er gelehrt werden wolle. Krabat will und lernt in der Mühle die Gesellen kennen und schließt Bekanntschaft mit dem Altgesell Tonda, der mit Abstand am nettesten zu ihm ist. Im Verlauf dieses Jahres passieren Dinge, die Krabats Leben stark beeinflussen.

Das zweite Jahr beginnt nach dem Tod eines Gesellen sehr düster. Der Meister wird strenger und brutaler. So versucht sich z.B. ein Lehrling sogar aufzuhängen, nachdem der Meister ihn brutal ausgepeitscht hat. Außerdem findet Krabat mysteriöse Dinge heraus, lernt Juro richtig kennen und kommt hinter dessen Geheimnis.

Im dritten Jahr verändert sich vieles. Krabat kommt immer mehr hinter die Geheimnisse und durchschaut den Meister nach und nach. Dieser fragt Krabat sogar, ob er sein Nachfolger auf der Mühle werden wolle. Auf diesen Seiten wird Preußlers eigenwillige Wortwahl sehr deutlich: Sie ist altertümlich und beschwörend. So nennt der Meister einige Gesellen z.B. „Schwarmgeister“ und möchte Krabat mit seiner Rede überzeugen. Beim Gespräch werden sprachlich viele Frage- und Ausrufesätze benutzt, um Krabat umzustimmen. Zudem zählt der Meister tolle Berufe für sich selbst auf, nachdem er die Mühle verlassen hat. Diese Sprach- und Wortwahl lassen die Leser mit Krabat mitfiebern, als ob auch sie selbst sich entscheiden müssten: Sollen sie die Nachfolge antreten oder nicht? Sollen sie genau wie Krabat das Gute statt das Böse wählen?

Aber es gibt einen besonderen Kritikpunkt am dritten Jahr: Das Ende ist meiner Meinung nach etwas enttäuschend, da es sehr kurz und knapp geschrieben ist. Es hat den Anschein, als ob der Autor das Buch nun endlich fertig schreiben wollte. Viele Fragen werden nicht beantwortet, z.B. woher das Feuer am Ende kommt, das die ganze Mühle zerstört.

Fazit: Das Buch ist eine gute Empfehlung für Fantasy-Fans und Leute, die gerne umfangreiche Bücher mögen!


3 von 5 Sternen

Krabat – von Freundschaft und Schwarzer Magie

Von Hannah O., 25. 2. 2021

In diesem Roman geht es um einen Waisenjungen namens Krabat. Dieser beginnt eine Lehre in einer Mühle. Endlich hat er keinen Hunger mehr, aber Krabat kommt dem Geheimnis des Müllers immer mehr auf die Spur. Der Lehrmeister lehrt nicht nur das Handwerk des Mehl mahlens, sondern auch die Kunst der Schwarzen Magie.

Der Gevatter, wie ihn sich Timo B. vorstellt

Dem Leser erschließt sich die ganze Wahrheit über das Geschehen in der Mühle nicht sofort und es wird nur Stück für Stück klarer. In jeder Vollmondnacht kommt zum Beispiel der Gevatter (soll den Tod darstellen) und bringt ein Fuhrwerk voller Säcke mit, deren Inhalt in der Mühle zu Mehl verarbeitet werden soll. Man kann als Leser nur erahnen, was der Inhalt ist, was einen schon erschaudern lässt.

In diesem Roman wird man als Leser so unvermittelt in die oft sehr düsteren Träume der Protagonisten mitgenommen, dass man dies zunächst nicht begreift. Sprachlich wird diese erregte Situation oft mit Ausrufen, rhetorischen Fragen oder Satzfragmenten verdeutlicht.

Krabat, wie Hannah O. ihn sich vorstellt

Durch wahre Freundschaft und Liebe zu einem Mädchen wird die unheimliche Atmosphäre allmählich zwar etwas lockerer, jedoch droht bis fast ganz zum Schluss des Buches, dass sich Krabat für die Schwarze Magie entscheidet. Durch das Erfahren von Gutem stellt er sich dann doch gegen seinen Lehrherren und es kommt zu einer Auseinandersetzung zwischen Krabat und dem Meister: Diese Situation ist vom Spannungsbogen her eher abfallend und wird nicht so fesselnd erzählt wie der Rest des Romans. Der Leser bleibt mit vielen offenen Fragen am Ende des Buches zurück: Wie zum Beispiel, ob die erlernten Fähigkeiten jemals vergessen werden können oder ob alle wieder gute Menschen werden?

Fazit: Der Roman ist für Leseratten mit viel Fantasie bestimmt und sehr fesselnd, auch wenn der Schluss abrupt endet. Die Sprache, in der dieses Buch verfasst wurde, ist nicht einfach zu lesen und es benötigt erst einmal eine gewisse Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat. Krabat ist ein gelungenes Werk, in dem die Verlockungen des Bösen, dessen Macht und seine Auswirkungen auf die Menschen verdeutlicht werden!


4 von 5 Sternen

Krabat ein düsteres Märchen

Von Lucas S., 23.2.2021

Ein 14-jähriger Junge namens Krabat hat einen Traum, in dem eine seriöse Stimme sagt: „Komm nach Schwarzkollm in die Mühle, es wird nicht zu deinem Schaden sein!“ Er macht sich auf den Weg und als er an der Mühle ankommt, nimmt der Meister den Jungen als Lehrjungen auf. Nach einiger Zeit lernt er, dass es auf der Mühle nicht mit rechten Dingen zugeht: Er erlernt nämlich das Müllerhandwerk und die Schwarze Magie, das begreift Krabat jedoch erst Schritt für Schritt.

Jede Vollmondnacht kommt der Herr Gevatter, der personifizierte Tod, mit ihm hat der Meister einen Pakt. Es muss immer ein Geselle geopfert werden, wird keiner geopfert, holt sich der Herr Gevatter den Meister selber. In der Osternacht müssen zwei Gesellen an Orten verweilen, an denen Menschen qualvoll umgebracht worden oder verstorben sind und sie verbringen dort eine Nacht, um sich am nächsten Morgen gegenseitig den Drudenfuß (Zeichen der geheimein Bruderschaft) zu geben. Krabat lässt sich bald nicht mehr mit einfachen Erklärungen dieser rätselhaften Vorgänge abspeisen, er hinterfragt diese, dabei helfen ihm Vertrauen, Freundschaft und Liebe. Trotzdem zieht sich die düstere Atmosphäre in dem Buch bis zum Ende hin. Oft hinterlässt so mancher Abschnitt auch offene Fragen, die jedoch zum Schluss alle geklärt werden. Otfried Preußler greift dabei auf Erfahrungen, aber auch auf eine sorbische Volkssage des gleichnamigen Krabat (übersetzt der „Kroate“) zurück. Diese spielt im 17. Jahrhundert in der Oberlausitz, wobei Krabat sich gegen einen bösen Zaubermeister durchsetzen muss. Wohl auch deshalb erzählt Preußler in altertümlicher Wortwahl, oft übertrieben feierlich. Leider gibt es, nach so vielen spannenden und ausführlich erzählten düsteren Momenten, ein sehr knappes Ende. Es wäre wünschenswert gewesen, die Auflösung genauer zu gestalten.

Fazit: Krabat ist trotz altertümlicher Wortwahl und einem zu kurzen Ende ein toller Jugendroman. Ich empfehle ihn trotz alledem!


3,5 von 5 Sternen

Krabat teils langweilig, teils spannend

Von Sebastian W., 18.02.2021

Krabat, ein vierzehnjähriger Waisenjunge, kommt in eine Schwarze Schule auf einer Mühle und lernt die Kunst der Zauberei. Da muss er sich großen Herausforderungen stellen und sich entscheiden, was im Leben wichtig ist: Zauberei oder Freundschaft und Liebe.

Krabat als Müllerbursche, wie Sebastian W. ihn sich vorstellt

Das Buch wirkt teilweise schleppend und langweilig, da in den einzelnen Jahren sehr viele Wiederholungen stattfinden, wie der Vorgang in der Osternacht, der dreimal beinahe identisch dargestellt wird. Der Leser wird auch äußerst langsam auf die eigentlichen Vorkommnisse in der Mühle hingeführt.

Auch die Sprache ist teilweise schwierig zu lesen und manchmal unverständlich, weil der Autor eine altertümliche, fast pathetische Sprache verwendet. Dies kann man gut beim Schwur am Ostermorgen sehen: „Ich werde dir, Meister, in allen Dingen gehorsam sein, jetzt und immerdar.“ Die Erzählung vom Meister hingegen, als er seinen Freund tötet, ist sehr spannend durch die vielen Aufzählungen, Fragesätze, Parataxen und Ellipsen.

Die meisten Sterne jedoch büßt der Bestseller durch sein Ende ein. Nach bemerkenswert langer und ausgeschmückter Darstellung endet er viel zu schnell, kurz und ohne Ausblick auf das weitere Leben der Mitwirkenden, zumal es ja auch keine Fortsetzung gibt.

Fazit: Für echte Abenteurer ist diese sagenhafte Geschichte zu langweilig und ich hätte dieses Buch wahrscheinlich nicht gelesen. Andererseits ist es aber im Großen und Ganzen eine gute Erzählung und daher auch empfehlenswert. Allerdings meiner Meinung nach erst ab 10 Jahren, da doch viele Stellen erstaunlich brutal dargestellt sind und die Handlung allgemein sehr düster und traurig ist!