Online – wenn Handys zur Sucht werden

Der Weimarer Kulturexpress zu Gast am Gabelsberger-Gymnasium mit seinem Zwei-Frau-Stück „Online“

 

 

Dieses Jahr hatten wir uns wieder entschlossen, den Weimarer Kulturexpress im Rahmen unserer Institution „Theater am GGM (für die 9. Klassen)“ einzuladen. Für die 8. Klassen wurde eine Woche zuvor das Stück „Alkohol“ gegeben, für die 9. Klassen und ihre nicht ganz 120 SchülerInnen hatten wir uns „Online“ aussucht und als Ort die Mensa des GGM gewählt.

Es sollte dabei um die Themen Handy- und Onlinesucht sowie die Gefahren des Internets gehen. Ziel sollte die Anregung „zum bewussteren Umgang mit Neuen Medien“ sein, wie der Weimarer Kulturexpress headlined.

 

Jules altes Handy ist zwar internetfähig, aber alt, unzuverlässig und lange nicht so leistungsstark, wie sie es sich wünscht. Zu ihrem Geburtstag bekommt sie endlich das neue, heißersehnte Smartphone. Damit eröffnet sich ihr ein noch schnellerer, leichterer und vor allem ortsungebundener Zugriff auf Spiele- und Netzwerkportale. Das Immer-Online-Sein wird eine neue Lebensempfindung für Jule. Hier fühlt sie sich rundum wichtig, im Mittelpunkt. Ihre realen Freunde, vor allem ihre beste Freundin Elli und ihre bis dahin geliebten Hobbys geraten mehr und mehr in den Hintergrund.

Auch die Beziehung zu ihrer Mutter und zu anderen Angehörigen leidet darunter. Immer mehr vernachlässigt sie die Schule, häusliche Pflichten und am Ende sich selbst.

Doch die neue Leidenschaft birgt auch noch andere Gefahren. Jule tappt in die eine oder andere Kostenfalle und läuft Gefahr, zu falschen Leuten Kontakt aufzunehmen. Am Ende muss Jule sich eingestehen, dass sie abhängig vom Smartphone ist.

(Ankündigung des Stücks durch den Weimarer Kulturexpress)

 

Insgesamt empfanden unsere SchülerInnen das Stück zwar als willkommene Abwechslung zum Schulalltag, eine echte Erkenntnis und Reflexion wollte sich dennoch nicht einstellen. Dies lag zum einen an der doch allzu schematischen Handlung und Dramaturgie, den zu typisiert gezeichneten Figuren und den zu plakativ gereckten Zeigefingern zu Themen, bei denen die SchülerInnen der 9. Klassen eigentlich weniger Selbstverständlichkeiten und mehr Komplexität erwartet hatten.

 

Trotzdem muss natürlich in Rechnung gestellt werden, dass sich Jugendliche - fast „natur- oder entwicklungsgemäß“, möchte man sagen - immer weiser und reflektiert vorkommen, als sie letztlich handeln und tatsächlich entscheiden. So gesehen war es wichtig, eine zentrale Thematik in den Horizont der SchülerInnen gebracht zu haben, auch wenn dieser etwas breiter und weiter hätte gestaltet werden können.




StR W. Melchior M.A.

 

 

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