Elternbeirat des Gymnasiums organisiert Workshop
zu Handy und Internet

 

Der Elternbeirat hatte für die Schüler einen Workshop zum Thema Handy und Internet organisiert. Die Gefahren, die von diesen beiden Medien ausgehen und die Nutzung von Smartphones ist immer verbreiteter und so begrüßte Elternbeiratsmitglied Ursula Rach Referent Nathanael Dreißig vom Paulprojekt in Stuttgart.

 

„Was kann man mit einem Handy machen“ war die erste Frage und die Tipps prasselten nur so in die Runde. Vom Wecker, über Taschenrechner, Musik hören, facebook und Whats app reichten die Vorschläge und ein anwesender Lehrer fügte dann noch hinzu, man könne damit auch telefonieren. Die Entwicklung ist rasant und sogar SMS sind längst out und mussten Whats app weichen.

 

Die Gefahren der Strahlung sind längst in den Hintergrund gerückt. Referent Dreißig stellte aber eindeutig klar, dass die Strahlung nicht ungefährlich ist. Schlimmstenfalls kann sie zur Unfruchtbarkeit bei Männern und auch Frauen führen, da die Handys meist in der Hosentasche und die Damen oft auch noch am Herz tragen. Handy sind immer mit einem Funkmasten verbunden. Diese Microwellen sind zwar nicht so stark wie bei einer Mikrowelle in der Küche, aber die Gefährdung ist nicht zu unterschätzen.  Der menschliche Körper besteht überwiegend aus Wasser und durch den thermischen Effekt wird das Gewebe des Körpers erwärmt. Jeder sollte sich informieren, welchen SAR-Wert (Strahlungswert pro Kilo Körpergewicht) sein Smartphon hat. Empfehlenswert ist ein Wert unter 0,6 Watt. Untersuchungen haben eine Veränderung des Blutes ohne Handy und mit Handy deutlich gezeigt. Die roten Blutkörperchen kleben zusammen und nehmen weniger Sauerstoff auf und können daher auch weniger weitertransportieren. Vor allem unter 16 Jahren sollte man ein Handy keinesfalls nutzen. Auf jeden Fall sollte es immer ausgeschaltet sein, wenn man es am Körper trägt.  Der Flugmodus wäre eine gute Alternative, da das Handy in diesem Zustand nicht strahlt. Nachts sollte es genauso wie mobile Telefone abgeschaltet werden. Und je weiter der Funkmast entfernt, desto höher ist die Strahlung. In Frankreich sind WLAN und Handy in Kinderkrippen und Grundschulen verboten und auch die Ärztekammer in Wien hat Alarm geschlagen.

 

Nicht nur die Strahlen sind gefährlich, sondern auch das veränderte Verhalten der Jugendlichen. Das Handy rückt immer mehr in den Focus. Die Menschen reden nicht mehr miteinander, es herrscht nur noch virtuelle  Kommunikation.  In einem Gespräch steht der Partner gegenüber und man kann an der Mimik und Gestik den Sinn der Worte verstehen. Die Menschen verlieren auf Dauer die Fähigkeit persönlich zu kommunizieren. Zeichen und smilys ersetzen nonverbal die Mimik und Gestik. Mitmenschen zu beschimpfen ist virtuell viel einfacher, man muss niemand dabei in die Augen sehen.  Freunde liken solche Beschimpfungen. Die Barriere ist durch die Entfernung gefallen und das Mobbing beginnt.  Ein besonderes Augenmerk erarbeitete Dreißig mit den Schülern zum Thema Fotos. Ein Foto das einmal eingestellt wurde, kann nie wieder entfernt werden. Es vervielfältigt sich rasant und ist nie wieder zu entfernen. Daran sollte man bei jedem posting denken und auch daran, wie es der Person geht, die man gerade mobbt. Findet man selber solche negative Einträge, sollte man immer eine Vertrauensperson informieren.

 

Zum Schluss resümierte Dreißig, dass nicht alles schlecht ist, wenn man verantwortungsvoll damit umgeht. Mit einem Ratschläge-Zettel verabschiedete sich Referent Dreißig.

 

Isabella Goossens, Hallertauer Zeitung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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