Vortrag am GGM zu Internet und Handy

 

Der Umgang mit Internet und Handy gehört heute zum Alltag der fast aller Schüler. Der Gefahren und  Probleme sind sich die meisten Jugendlichen aber nicht bewusst.

 

Am Gabelsberger-Gymnasium konnte für einen Vortrag zu diesem Thema Jürgen Mader von der Polizeiinspektion Mainburg gewonnen werden. Mader, der dort seit acht Jahren für diese Bereiche zuständig ist, ist ein versierter Kenner der Problematik.

 

 

Oft seien die Nutzer der beiden Medien unbewusst Täter, aber auch Opfer. Angefangen mit Bildern, die häufig gemacht und dann ins Internet gestellt werden, begann der Vortrag. Fotos dürfen zwar gemacht werden, aber ohne Einverständnis weder gezeigt, weitergegeben, kopiert und auf keinen Fall veröffentlicht werden. Vorsicht sei auch bei vielen „Freunden“ geboten. Mader selber ist durch einen fake-account mit zahlreichen Schülern des Gymnasiums befreundet, die ihn gar nicht kennen. Bei jedem Foto muss man erst detailliert fragen, ob es veröffentlicht und auch in facebook gestellt werden darf. Seien Bilder auch nur kurz im Netz, können sie schon zigmal kopiert und verteilt worden sein. Oft sind diese Bilder auch nicht gerade schmeichelhaft und können zu Repressalien führen. Jede Firma hat heute IT-Spezialisten, die bei Bewerbungen das Netz nach den Kandidaten durchforsten. Das kann durchaus auch zu Absagen führen. Man sollte daher grundsätzlich nur unproblematische Fotos einstellen.

 

Der zweite Teil des Vortrages befasste sich mit dem Kopierschutz von Filmen und Musik. Medien mit Kopierschutz dürfen auf keinen Fall kopiert werden. Es gibt zahlreiche Knackprogramme, die man zwar besitzen, aber keinesfalls verwenden darf. CDs ohne Kopierschutz dürfen maximal 7-mal kopiert werden, aber auch dann nur als Geschenk weitergeben und keinesfalls verkauft werden. Täglich rechnet man weltweit mit 50 Millionen Tätern, die das Urheberrecht verletzen. Das gilt auch für Klingeltöne, die weitergegeben werden. Google speichert zum Beispiel IP-Adressen und hat damit die Adresse und den Telefonanschluss des Täters. Die Pro media AG hat eine spezielle Rechtsabteilung, die sich nur um diese Urheberrechtsverletzungen kümmert. Das größte Übel sei, dass die meisten Internetnutzer die AGBs einfach anklicken, ohne sie je gelesen zu haben. Das gefährlichste Feld sind die Tauschbörsen. Mit den AGBs erklärt man sich einverstanden, dass man beim Herunterladen der Firma Zugriff auf seinen Rechner gibt und dieser die Daten rigoros plündert, ohne dass der Nutzer davon etwas bemerkt. Auch das Hochladen von Musik auf youtube ist ohne Genehmigung des Komponisten bei Strafe verboten. Konzertmitschnitte in youtube zu veröffentlichen, stellt einen Straftatbestand dar.  Gefährlich sei auch die Seite „hausaufgaben.de“, bei der man ein Abo eingeht, das ohne Kündigung automatisch ein Jahr läuft, mit den entsprechenden Kosten.

 

Gefährlich sind auch chat-rooms, was mit einem kleinen Film gezeigt wurde. Wenn man die Person nicht persönlich kennt, können sich völlig andere Personen unter einem „jungen hübschen Mann“ verbergen. Manche Menschen forsten die accounts durch und basteln sich dann ein Image, das genau zu der angechatteten Person passt und diese sich verstanden und sicher fühlt. Keinesfalls sollte man Handynummern oder gar Adressen an Unbekannte weitergeben. Mader riet allen Schülern, einmal die AGBs von facebook zu lesen. Mit einem Flyer mit wichtigen Infos für Schüler, aber auch Eltern endete der Vortrag.

 

 

Text und Bild: Hallertauer Zeitung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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