Türkische Eliteschüler am GGM

Bürgermeister Josef Reiser empfängt 16 Jungen und Mädchen im Rathaus

 

Hüseyin Asçi hat sich sofort zu Hause gefühlt. Der türkische Religionslehrer aus Istanbul, der zusammen mit seiner Kollegin Yasemin Erk derzeit mit 16 Schülerinnen und Schülern des Istanbuler Elitegymnasiums „Istanbul Lisesi“ in der Hopfenstadt weilt und bei Rolf und Gertrud Lefeber wohnt, hat sich so gleich mit deren türkischen Nachbar angefreundet.

 

Doch die Gäste aus der Türkei, die erstmals im Rahmen eines Schüleraustauschs am Gabelsberger-Gymnasium sind, scheinen sich nicht nur wegen der großen Anzahl ebenfalls türkischsprechender Mitbürger in der Stadt wohl zu fühlen. Bürgermeister Josef Reiser rührte für die Hopfenstadt bei einem Empfang der Schüler und ihrer Lehrer am Montag kräftig die Werbetrommel: Für den Hopfenbau und freilich für das Hopfenfest, an dessen Ausmarsch sich die Schüler noch beteiligen, bevor sie am Samstag wieder in ihre Heimat fliegen.

 

Etwas über eine Woche wohnen die Gymnasiasten bei ihren deutschen Gastgebern, und die deutschen Neuntklässler, die die Gäste beherbergen, starten ihrerseits im Herbst zu einem Gegenbesuch. Dort werden sie die Schule ihrer neuen Freunde besuchen, das „Istanbul Lisesi“, in dem die Schüler nur nach strengen Auswahlkriterien aufgenommen werden. Deshalb wohnen die türkischen Gastschüler, die zwischen 14 und 17 Jahre alt sind, zwar alle im angeschlossenen Internat, stammen aber aus unterschiedlichen Regionen der Türkei.

 

Die Besonderheit des „Istanbul Lisesi“ ist, dass die Schüler ihr Abitur nur innerhalb von fünf Gymnasiumsjahren machen, zudem müssen sie sowohl das deutsche als auch das türkische Abitur ablegen. Deshalb sprechen die jungen Leute bereits nach acht Monaten und intensivem Deutschunterricht, bis zu 24 Stunden die Woche, hervorragend Deutsch und konnten Reiser Rede und Antwortstehen. Dieser informierte sich über die Berufswünsche der Schüler, von denen die meisten ein Studium anstreben - in Deutschland, England oder auch der Türkei. „Und sie schaffen das alle“, bekräftigte Lehrerin Yasemin Erk, die sogar ganz schnell ein paar Worte auf Bayerisch rezitieren konnte. Auch das werden die jungen Istanbuler schnell lernen, womit für die Fortsetzung des Schüleraustauschs mit dem GGM auch in den nächsten Jahren ein guter Grundstein gelegt sein dürfte.

 

 

 

 

Text und Bild: Ellen Kellerer, Halltertauer Zeitung

 

 

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