Ehemalige Schülerin in Eugene, Oregon

 

Mein Name ist Nicole Benker und ich bin eine ehemalige Schülerin des Gabelsberger-Gymnasiums. Momentan absolviere ich mein Abschlusssemester Anglistik an der LMU München. Ein Teil unseres Studiums ist ein verpflichtender Auslandsaufenthalt in einem englischsprachigen Land, und aus diesem Grund verbrachte ich zwei Monate in Eugene, Oregon. Während meiner Schulzeit hatte ich leider nicht die Möglichkeit am GAPP-Austauschprogramm des GGM teilzunehmen. Einige Jahre später konnte ich nun mit der tatkräftigen Unterstützung von Kathleen Petty, GAPP-Koordinatorin an der Willamette High School Eugene, und Veronika Gastpar, GAPP-Koordinatorin am GGM, die Partnerstadt des GGM kennenlernen.

 

In Oregon arbeitete ich im Germanistik und Skandinavistik Department der University of Oregon, wo ich half eine kleine Bibliothek innerhalb des Departments zu organisieren und einzurichten. Ab und an durfte ich auch Poster auf dem Campus verteilen, im Büro aushelfen, oder Konferenzen beiwohnen. Ich wohnte im Gutenberg College, einem kleinen privaten College ganz in der Nähe der University of Oregon, von wo aus man sehr gut zu Fuß zu Friendly Hall, dem Gebäude der Geisteswissenschaften, gehen konnte.

 

Während es die meiste Zeit leicht nieselte (laut den Einheimischen ein normaler Frühling in Eugene), gab es eine Woche, in der die komplette Stadt lahmgelegt wurde durch schwere Schneefälle. Da die Stadt nur einen Schneepflug besitzt, wurden die Straßen größtenteils nicht geräumt, und da auch die Stromleitungen nicht für Schnee ausgelegt sind, hatten gut 2/3 aller Gebäude für ein paar Tage keinen Strom.

 

Während der spring break war das Wetter jedoch sehr schön, was sehr gut war, da Kathleen Petty und ich einen Ausflug zur Küste geplant hatten. Dort konnte man nicht nur am Strand sitzen, sondern auch Seelöwen sehen, und clam chowder (eine Art Sahnesuppe mit Muschelgeschmack) essen. Dieser Ausflug war definitiv das Highlight meines Aufenthaltes, denn die Natur ist sicherlich einer der schönsten Aspekte Oregons.

 

Aber auch Eugene hatte an Natur einiges zu bieten. Um das Univiertel herum gibt es einige wunderschöne Parks, von denen mein Liebling auf jeden Fall Henricks Park war. Hier gibt es einen Picknickplatz inklusive Schaukel, einen Rhododendrongarten und auch einen Abenteuerpfad, der nach dem Schneesturm besonders aufregend war, da dann einige Baumstämme den Weg versperrten, was einiges an Kletterei erforderte. Der Park beherbergt auch so einiges an kleineren Bewohnern, die man in Deutschland in der freien Wildbahn nicht zu sehen bekommt, wie, unter anderem, sehr süße Streifenhörnchen.

 

Selbst, wenn das Wetter mal nicht so mitspielt, kann man sich in Eugene ganz gut beschäftigen. Smith Family Books, ein großer Secondhand Buchladen, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier gibt es Bücher zu allen Themen, alte und auch neue, Belletristik und Sachbücher, so dass mir der Lesestoff jedenfalls nicht ausgegangen ist. Wem das nicht reicht, der wird vielleicht auch einer der „Little Free Libraries“ fündig, die an manchen Ecken (z.B. University Park) anzutreffen sind.

 

Auch das Naturkundemuseum an der University of Oregon lässt sich sehen. Obwohl es nicht besonders groß ist, kann man hier etwas über die Geschichte von Eugene, seine historische und aktuelle Flora, Fauna und Bewohner, seismische Aktivität und Ansätze zu umweltbewusster Architektur finden. Als ich es besuchte, gab es eine Sonderausstellung zu Flugsauriern, und wie diese in der Kunst dargestellt wurden, aber das Skelett des Riesenfaultieres war auf jeden Fall mein Lieblingsexponat.

 

Alles in allem war der Aufenthalt eine schöne Erfahrung, weswegen ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Veronika Gastpar und Kathleen Petty bedanken möchte, die dies möglich gemacht haben. Ich werde noch lange an Eugene denken und hoffe, möglichst bald einmal wieder einen Abstecher dorthin machen zu können.

 

 

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