Prävention gegen Alkohol und Drogen

Die Informationsveranstaltung fand am 03.03. und 04.03.2015
für die 10. Klassen des GGM statt.

 

Studiendirektor Franz Kallhardt hatte für einen Präventionsvortrag am Gabelsberger Gymnasium Heinz Jäschke von der Polizeiinspektion Geisenfeld gebeten, Schüler zu diesem Thema gemeinsam mit der Verkehrswacht zu sensibilisieren.

 

Jäschke, der selber jahrelang mit Drogenkonflikten in München befasst war und einen Bruder durch einen Alkoholfahrer verlor, kennt die Gefahren von Alkohol und Drogen nur zu gut.  Ein Film der Verkehrswacht Lichtenfels zeigte was im schlimmsten Fall bei der Verwendung von Alkohol und Drogen passieren kann. Meist ist nicht der Abhängige gefährdet, sondern seine Mitmenschen, wie der Film eindrucksvoll zeigte.  

 

Zu Beginn ermahnte Jäschke noch alle Schüler, wenn man zu einem Unfall kommt sofort 110 anrufen und die Unfallstelle absichern. Man kann nichts falsch machen, außer man tut gar nichts.

 

Bei Alkohol und Drogen ist Autofahren ein absolutes „Nein“. Die Reaktion ist nicht mehr gegeben, man ist enthemmt, fühlt sich toll und meint die ganze Welt beherrschen zu können. Besonders schlimm ist das Verhalten vieler Jugendlicher und junger Erwachsener, wenn sie sich auf Volksfesten „vollbeamen“. Jeder sollte mal darüber nachdenken, ob es erstrebenswert ist, seine Sinne und seine Koordination nicht mehr im Griff zu haben. Ohne Alkohol kann man nach Meinung von Jäschke wesentlich lustiger sein, da man sowohl die Koordination, wie auch seine Sprache noch beherrscht. Im Übrigen verriet Jäschke, dass bei Körperverletzung die Krankenversicherung bei Alkohol und Drogen keine Kosten übernimmt. Auch wenn die Toten im Straßenverkehr seit Jahren zurückgingen, ist jeder Tote eine Tragödie für seine Eltern, Angehörige und Freunde. Fatal sei schon geringer Alkoholgenuss bei Fahranfänger, die ihre Fahrkünste maßlos überschätzen, weder Aquaplaning noch Kurven einschätzen können und damit zu den meisten Unfallverursachern zählen. Das ist vor Alkoholfahrten auch die häufigste Unfallursache.   Unverständlich ist Jäschke auch,  dass nur durch Werbung plötzlich jeder von Jägermeister begeistert ist, obwohl er nachweislich kein „leichtes“ Getränk ist. Man sollte sich weder von vermeintlichen Freunden, noch von der Werbung beeinflussen lassen. In Deutschland gibt es jährlich einen Umsatz von 3,2 Milliarden durch Alkoholverbrauch. Damit steht Deutschland weltweit auf Platz 47. Bier wird in Deutschland pro Kopf 215 Liter getrunken. In Anbetracht, dass Kinder noch nichts trinken, ist das eine beachtliche Zahl. Vor allem die weibliche Bevölkerung ist mit Alkohol auf dem Vormarsch. Dies zeigt auch die Zahl von 26.700 Menschen, die durch Alkoholmissbrauch jährlich stationär behandelt werden.

 

Bei Drogen sieht es nicht besser aus. 80 % der Oberstufenschüler „kiffen“. Leider macht es nicht nur happy, sondern zieht schwere gesundheitliche Probleme nach sich. Von der Abhängigkeit ganz zu schweigen. Neue Messgeräte der Polizei ermöglichen es heute, den genauen Konsum fest zu stellen. Die deutsche Polizei versucht auch den sogenannten Wischtest wie in Frankreich einzuführen.

 

Zum Schluss regte Jäschke die Schüler noch zum Nachdenken an. Erhält man durch Alkohol und Drogen bessere Noten? Ein intelligenter Mensch kann die Gefahren von Alkohol und Drogen abschätzen und lässt die Finger davon.

 

 

Isabella Goossens, Hallertauer Zeitung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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