Depression und Angststörungen

 

Kinder und Jugendliche können von verschiedenen psychischen Erkrankungen betroffen sein und darunter leiden. Wir möchten uns hier auf zwei davon konzentrieren: Depressionen und Angststörungen. Bei allen anderen Erkrankungen sind die unten genannten Ansprechpartner natürlich ebenfalls für Sie zuständig.

 

 

Angststörungen

 

Angst ist ein Urinstinkt in jedem von uns, bewahrt er uns doch vor Gefahren und steigert unsere Leistungsfähigkeit, um schwierige Situationen zu meistern. Problematisch wird es dann, wenn die Ängste so bestimmend werden, dass ein normales Leben nicht mehr möglich ist. Es gibt eine Vielzahl von Angststörungen, dazu gehören zum Beispiel die Schulangst, die generalisierte Angststörung oder die Soziale Phobie.

 

 Hinweise darauf, dass die Angst krankhaft wird, sind folgende Anzeichen:

       
  • Den Angstsituationen liegen keine realen Bedrohungen zugrunde. Der emotionale Zustand steht in keinem hinreichenden Verhältnis zu den äußeren Umständen.
  • Die Dauer und Auftretenshäufigkeit der Angstzustände nimmt zu.
  • Die Betroffene/Der Betroffene findet keine eigenen Wege mehr, wie sie/er mit den Angstzuständen umgehen kann bzw. sie bewältigen kann.
  • ständige Erwartung, dass wieder eine neue Angstsituation eintritt →  „Angst vor der Angst“
  • Rückzug – bis hin zu einer kompletten Vermeidung von bedrohlichen Situationen oder Orten. Dies geschieht auch mit Hilfe von Ausreden oder Lügen gegenüber Angehörigen oder Freunden. Der Betroffene isoliert sich damit immer mehr selbst.
  • Gegebenenfalls wird versucht durch Alkohol oder Drogen das Problem in den Griff zu kriegen.

 

 

Depressionen

 

Jeder hat schon einmal depressive Verstimmungen erlebt. Wenn diese aber sehr intensiv sind und nicht mehr von alleine weggehen beziehungsweise immer wieder auftreten, dann könnte es sein, dass man unter einer Depression leidet. Gegebenenfalls wird diese begleitet von körperlichen Beschwerden, Appetitverlust und Schlafstörungen oder auch aggressivem Verhalten. Aufgrund der Erkrankung können sich betroffene Schülerinnen und Schülern nicht selbst aus dieser schwierigen Gefühlslage befreien und benötigen dazu dringend therapeutische Hilfe.

 

Typische Anzeichen können bei Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren sein:

        
  • Psychosomatische Beschwerden (z.B. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen)
  • Gewichtsveränderungen (Abnahme oder Zunahme)
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Vermindertes Selbstvertrauen (Selbstzweifel)
  • Apathie, Ängste, Lustlosigkeit, Konzentrationsmangel
  • Stimmungsschwankungen
  • tageszeitabhängige Schwankungen des Befindens
  • Leistungsstörungen
  • Gefühl, den sozialen und emotionalen Anforderungen nicht gewachsen zu sein
  • Gefahr der Isolation, sozialer Rückzug
  • Anstieg der Suizidgedanken und –versuche

 

 

Statistisch leidet jeder Fünfte einmal im Leben an einer Depression. Je früher Hilfe und Beratung angeboten und angenommen wird, desto leichter kann die Krankheit geheilt werden und desto wahrscheinlicher kann eine Wiedererkrankung verhindert werden. 

 

Betroffene Schüler/innen und ihre Erziehungsberechtigte können sich am GGM an folgende Ansprechpartner wenden: 

        

 

 

Hilfreiche Internetseiten und Telefonnummern: 

           
  • Nummer gegen Kummer“: 116111 (anonym und kostenfrei; auch Onlineberatung)

  • FIDEO (Fighting depression online): u.a. Forum zum Austausch, Selbsttest, Wissen über Depressionen

  • Stiftung Deutsche Depressionshilfe: u.a. Infotelefon 0800/3344533, Online-Foren, Suche nach Hilfsangeboten i.d. jeweiligen Region

  • NAKOS“ (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen): Hilfe bei der Suche nach Selbsthilfegruppen

  • U25 Freiburg: anonyme Mailberatung bei Krisen und Suizidgedanken

  • Telefonseelsorge: 0800/ 1110111 oder 0800/1110222

  • Bundeskonferenz für Erziehungsberatung: bke-Onlineberatung


 

Neben den oben genannten Ansprechpartnern am GGM gibt es zahlreiche weitere außerschulische Beratungsangebote:

         
  • Bezirksklinikum Landshut 
  • Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ): Landshut
  • Krisendienst Psychiatrie: 0180/6553000
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: bundesweite Tel.: 116117
  • Niedergelassene Kinderärzte und Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Psychologische Psychotherapeuten (Therapeutensuche der Bundespsychotherapeutenkammer oder über die Koordinationsstelle der KVB, siehe unten)

 

Die KVB bietet eine Koordinationsstelle für Psychotherapie an. Sie gibt allgemeine Auskünfte zur Psychotherapie und zu verschiedenen Psychotherapieleistungen, die von den Krankenkassen bezahlt werden. Sie vermittelt einen Erstkontakt für die diagnostische Abklärung und nennt Adressen der Psychotherapeuten, die schwerpunktmäßig Kinder und Jugendliche behandeln. Zudem vermittelt sie freie Psychotherapieplätze.

 

Weitere Informationen zur Koordinationsstelle für Psychotherapie erhalten Sie unter folgendem Link bzw. telefonisch unter 0921/787765-40410.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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