Wenn Grundschüler Französisch lernen – L´apprentissage du francais à la maternelle

 

Französisch bereits in der Grundschule zu lernen, ist hierzulande eher Seltenheit. Dabei ist die Spracherwerbsfähigkeit von Kleinkindern enorm. Das nahmen die Schülerinnen der Q12 des P-Seminars Französisch am Gabelsberger-Gymnasium zum Anlass, einer Gruppe von Viertklässlern die Schönheit der französischen Sprache näherzubringen.

 

Im Rahmen des P-Seminars „Français pour les petits“ gestalteten zehn Schülerinnen der Q12 des Gabelsberger-Gymnasiums zehn Unterrichtsequenzen an der Grundschule. Ziel war es, Einblicke in den Lehrerberuf insbesondere an der Grundschule zu erhalten und den Grundschülern die französische Sprache spielerisch beizubringen. Kurz vor den Weihnachtsferien demonstrierten die Schülerinnen nun vor Eltern, Geschwistern und der Grundschulleitung, was und vor allem wie viel französisches Vokabular die Viertklässler im Laufe der Unterrichtseinheiten gelernt haben. Von Anfang an war das Seminar „Français pour les petits“ (deutsch: Französisch für die Kleinen) unter der Leitung der Französischlehrkraft Gertrud Lefeber gut durchdacht und organisiert. Die Einteilung in Presseteam, Verbindungsteam und Organisationsteam ermöglichte den Schülerinnen eine strukturierte und koordinierte Arbeitsweise. Grundlage ihres eigenen Französisch-Unterrichts bildete zunächst eine Einführung in die Prinzipien des frühen Fremdsprachenerwerbs.

 

Zielgruppe waren nämlich Grundschüler und diese lernen eine Fremdsprache unter anderen Gesichtspunkten als dies bei Schülern der Sekundarstufe der Fall ist. Nach einer Hospitation im April diesen Jahres und einer fundierten Anleitung, wie man eine Unterrichtsstunde plant, rührten die zehn Mädchen der Q12 in den dritten Klassen kräftig die Werbetrommel für das Fach Französisch, um möglichst viele neugierige Schüler für ihr Projekt zu gewinnen. Schnell fand sich eine „Probandengruppe“ von 15 Freiwilligen, mit der man im Zeitraum von Oktober bis Dezember einmal in der Woche eine dreiviertel Stunde Französisch lernte. „Umso jünger die Lerner sind, umso leichter lernen sie eine Fremdsprache“, wissen die Schülerinnen der Q12. Der Lernerfolg spricht für sich: Nach nur zehn Wochen Unterricht beherrschten die Viertklässler Vokabeln zu allerhand Sachfeldern. Nicht nur das Sich-Vorstellen auf Französisch wurde eingeübt. Auch Zahlen, Farben, Tiere und sogar Weihnachten wurde thematisiert.

 

Im Rahmen einer Abschlussstunde überzeugten sich Rektor Tobias Barwanietz, Konrektorin Gertraud Mühlbauer sowie die Eltern vom Lernerfolg ihrer Kinder. Emsig und voller Eifer waren alle bei der Sache, ob beim Begrüßungslied „Bonjour, ça va bien“ oder beim Bingospiel. Kinder erlernen eine Sprache leichter durch Interaktion, insbesondere durch den Einsatz von Mimik und Gestik. Das nahmen sich die Schülerinnen bei der Gestaltung ihres Unterrichts stets zu Herzen. Die Kinder erlernten so erste Grundkenntnisse des Französischen und konnten sich die Vokabeln rasch und dauerhaft einprägen. „Wir sind sehr überrascht und hätten nicht erwartet, dass die Kinder so viel von dem Input behalten“, stimmten die Seminaristinnen überein, die nun einen kleinen Einblick in die Lehrtätigkeit erhalten haben. Schuldirektor Tobias Barwanietz lobte den Einsatz der jungen Lehrerinnen und hoffte: „Vielleicht sehen wir uns einmal wieder, dann als junge Kolleginnen bei uns an der Grundschule“.

 

 

 

 

 

Text und Bilder: Simone Huber

 

 

Zurück zur Startseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


© 2019 Gabelsberger-Gymnasium Mainburg.    Alle Rechte vorbehalten.    Impressum