Spanischkurs informiert sich über Fairtrade

 

Es gibt viele Wege, den Unterricht in der Oberstufe lebendig zu gestalten. Einer davon bot sich den Schülerinnen und Schülern des Q12-Spanischkurses erst kürzlich, als das Thema Fairtrade, Freiwilligenarbeit und Einsatz für eine bessere Welt behandelt wurde. Sie erhielten die Gelegenheit, in direkten Kontakt mit drei kenianischen Vertretern der Initiative proKENYA zu kommen, welche sich gerade auf Deutschlandbesuch befanden und bereit erklärten, auch am GGM Station zu machen und über ihre Arbeit zu informieren.

 

In gemütlicher Gesprächsrunde lernten die SchülerInnen bei Kaffee, Tee und Gebäck aus fairem Handel zunächst das Land Kenia kennen, indem Steven Waweru sie über die verschiedenen Regionen, das politische System, die Bedeutung von Wahlen und diverse Probleme im Land aufklärte. Anschließend bewies Brother David eindrücklich seine feste Verwurzelung im Glauben und thematisierte die Rolle der Religion in dem ostafrikanischen Land. Den Hauptteil machte schließlich der Vortrag Nicholas Wambugus aus, der – veranschaulicht durch ein Video – diverse Projekte der Initiative proKENYA vorstellte. Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler vom Ziegenprojekt: Bedürftige Familien erhalten eine Ziege im Wert von umgerechnet ca. 200 € kostenlos, verpflichten sich jedoch dadurch unter anderem dazu, die ersten beiden Ziegenjungen weiterzugeben und ein Seminar zur Ziegenhaltung zu belegen. Da dieses Projekt mittlerweile ein Selbstläufer ist und keiner finanziellen Hilfe mehr bedarf, kann das gespendete Geld in anderen Bereichen verwendet werden. Hier sind beispielsweise ein Regenwasser-Sammelprojekt, der Bau von Schultoiletten und die Installation von Energiesparöfen in Schulküchen zu nennen, durch die effizienter und hygienischer gekocht werden kann und die zum Teil von selbst gepflanzten Bäumen befeuert werden. 

 

In der anschließenden offenen Frage- und Diskussionsrunde interessierten sich die Jugendlichen vorwiegend für eigene Wege der Mithilfe und äußerten ihre Empörung gegenüber so mancher Ungerechtigkeit in Kenia, beispielsweise Zwangsumsiedelungen als Folge von Wahlen. 

 

Bereits in den 1970er Jahren entstand eine freundschaftliche Verbindung zwischen den Diözesen Regensburg und Nyeri, seit 2005 verstärkt sich die Zusammenarbeit beim Projektausbau und beim Thema „Fairer Handel“ besonders durch das Wirken von Ulrich Frey, dem Projektgründer von proKENYA.

 

 

 

 

 

Christina Karg, StRin

 

 

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