„God’s Kitchen“: Margit Ruile las am Gymnasium

Im Rahmen der Literaturtage organisierten Julia Liebl und Ellen Gallwas vom P-Seminar zusammen mit Seminarleiter und Studienrat Rainer Tetzlaff für die 10. Klassen eine Autorenlesung mit Margit Ruile.

 

Ruile, die von der Regie über die Werbung zur Schriftstellerei kam und bereits einige erfolgreiche Bücher geschrieben hat, las aus ihrem Buch "God's Kitchen". Die Geschichte erzählt von künstlicher Intelligenz. Ein junger weiblicher Roboter entwickelt ein Eigenleben. Die Autorin beeindruckte mit ihrer Ausdrucksweise und hielt den Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht.

Hauptteil war die anschließende Diskussion, in deren Verlauf sehr deutlich wurde, dass die Jugendlichen nicht ohne Wenn und Aber für eine Zukunft mit künstlicher Intelligenz sind. Von Arbeitsplätzen, die durch Roboter verlorengehen, bis hin zur Angst, diese Wesen könnten sich verselbständigen, reichten die Bedenken. Es wurde auch sehr kontrovers über den Sinn von Robotern diskutiert. Vor allem in der Pflege fehlten Betreuer und dann seien Roboter eine Alternative, bevor diese Arbeit niemand mache. Allerdings entfalle dann die Kommunikation mit den älteren Menschen. Andererseits gebe es stets Arbeitssuchende für einfache Tätigkeiten, die dann von den künstlichen Wesen übernommen würden. Allerdings entstünden durch die Erstellung von Robotern auch wieder neue Arbeitsplätze. Thematisiert wurden auch einzelne Hilfsmittel wie "Alexa", die heute schon in vielen Haushalten Einzug gehalten hat. Auch da waren die Jugendlichen sich bewusst, dass etwas aus der Bahn geraten und das Gerät eigenhändig Bestellungen auslösen könnte. Ein weiteres Thema war das autonome Fahren, das auch sehr kritisch gesehen wurde. Der Spaß am Fahren würde ebenso wegfallen wie die Selbstbestimmung.

Interessant war auch das persönliche Interesse der Jugendlichen am Leben der Autorin – angefangen von den ersten Schritten bis zu einem fertigen Buch reichten die Fragen. Ruile stellte aber klar, dass das Leben einer Autorin nicht immer leicht sei. Vom Verkaufspreis und nach Abzug der Herstellkosten über Lektoren bis zum Verlag blieben oft nur ein paar Euro für den Autor übrig. Persönlich gut finde sie, dass die meisten Menschen auch heute noch Bücher lieben und E-Books nicht so stark auf dem Vormarsch seien wie befürchtet. Das größte Glück für einen Autor sei es aber, wenn sein Buch verfilmt werde. Ruile dämpfte aber auch die Euphorie mancher junger Schriftsteller und empfahl auf jeden Fall, erst einmal einen richtigen Beruf zu ergreifen. Perfekt sei es, wenn man daneben schreibe. Sie riet auch dazu, nie aufzugeben. Das erste Buch sei das schwerste, das man unter allen Umständen zu Ende schreiben solle. Dann müsse man einen Verlag finden, der die Erstellung, den Druck und Werbung übernehme.

 

 

 

 

 

 

Text/Bild: Isabella Buchenrieder-Goossens, Hallertauer Zeitung

 

 

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