Ausstellungseröffnung zum Thema Juden im Fußball - Interessierte haben jeden Donnerstag die Möglichkeit zum Besuch


Ein besonderes P-Seminar stellte in der Aula des Gabelsberger-Gymnasium ihre Forschungsergebnisse zum Thema „Juden im Fußball“ vor.

 

Die Schulband unter der Leitung von Studienrat Jakob Guglhör begrüßte die Gäste mit "Ein Hoch auf uns, ein Hoch auf das, was uns vereint", was das besondere Seminar unterstrich. Schulleiter Alexander Wildgans begrüßte die Gäste und dankte Seminarleiterin Studienrätin Anita Förstner und den Schülerinnen und Schülern für ihr außergewöhnliches Engagement. Das Seminar hat mit seinen Arbeiten den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule voll erfüllt. Zudem sei es gerade in den jetzigen Zeiten wichtig, ein Ausrufezeichen in Gesellschaft und Politik gegen Ausgrenzung von Menschen zu setzen.

 

Mainburgs Bürgermeister Josef Reiser dankte der Schule für diese Arbeit. Gerade in Mainburg, wo 70 Nationen leben, ist für eine Forschung im Rahmen von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" prädestiniert und er sei stolz auf diese Schüler des P-Seminares.

 

Maximilian Thiel vom P-Seminar begrüßte Schulleiter, Bürgermeister Reiser, stellvertretenden Landrat Josef Egger, Elternbeirat, Ehrengäste und Lehrer und gab einen Überblick über die Ergebnisse des Seminares. Die Fußball-WM in Russland im Blick und die antisemitischen Vorfälle in der letzten Zeit waren der Ansporn, dieses zu thematisieren. Die Schüler wollten keine Moralpredigten aufstellen, sondern sich einfach mit dem Schicksal jüdischer Fußballspieler auseinandersetzen, weil auch das zur deutschen Geschichte gehört. "Kicker, Kämpfer, Legende" nannten sie ihre Arbeit und forschten nach: über die Stars des jüdischen Fußballs vor, während und nach der nationalsozialistischen Herrschaft. 1874 brachte Konrad Koch den Fußball von England nach Deutschland und damit nicht nur Spielspaß, sondern auch Fair Play, Toleranz und Weltoffenheit. 1900 gründeten 86 Clubs den DFB und zahlreiche jüdische Deutsche machten sich um den Fußball verdient. Walter Bensemann, der Gründer von "Kicker", Gottfried Fuchs und Julius Hirsch sind nur einige davon. Kurt Landauer, ebenfalls Jude wurde 1913 Präsident des FC Bayern. Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler1933 ändert sich einiges. Juden werden aus Sportvereinen ausgeschlossen und es sind nur noch interjüdische Spiele erlaubt. 1935 wird noch einmal eine jüdische-deutsches Mannschaft erlaubt und holt den Vizeweltmeistertitel. Ab 1938 sind Sportaktivitäten für Juden verboten. Heute machen Weltoffenheit und Toleranz den Fußball zu dem, was den weltweit beliebten Sport kennzeichnet. Auf dem Fußballplatz zählt die Leistung des Einzelnen und des Teams ohne Frage nach Herkunft, Kultur oder Religion. Als mündiger Bürger muss man gerade in den heutigen Zeiten Stellung dazu beziehen und somit gegen Angriffe auf die bürgerlich-humanistische Gesellschaft.

 

Die Schulband untermauerte diese Gedanken mit dem Lied "Legendary". Theresa Högl, Vanessa Rieppel, Corina Haltmeier und Anna Zinner gaben auch im Namen der anderen Seminarmitglieder Abdulsamet Celik, Sophie Hofschuster, Petrizia Kefer, Zuzana Malinak, Luana Pätzold, Albe Popova, Sejla Radoncic und Elisabeth Stehr einen Einblick in die Ausstellung, die ab sofort jeden Donnerstag von 14.15 bis 16 Uhr von allen Interessierten besucht werden kann. Zusätzlich wird es für die Q 11 und die 9. Klassen Führungen durch die umfangreiche Ausstellung geben, die die Gäste vorab schon in der Aula betrachten konnten. Zugleich kann man auf den Ausstellungswänden auch die Beweggründe der jungen Damen und Herren sehen, was sie veranlasste, sich dieses Themas anzunehmen. Mit einem Torschuss eröffnete Schulleiter Wildgans offiziell die Ausstellung. Für die Besucher gab es danach einen kleinen Stehempfang, den die Schüler ebenfalls selber vorbereitet hatten.

 

 

 

Text und Bild: Isabella Goossens, Hallertauer Zeitung

 

 

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