Lachen verbindet – Mit Humor für Vielfalt – Alain Frei am GGM

 

„Mach dich frei!“ - von Vorurteilen. Gibt es gute und schlechte Ausländer? Was möchte der Irrgarten der deutschen Sprache mit dem Wort „nichtsdestotrotz“ anstelle eines einfachen „trotzdem“ bezwecken? Warum schwingt in „Ich kriege ein Brot“ ein gewisser Nachdruck mit?

Wider prekärer Themen schaffte es der Humorist Alain Frei aus dem bekannten Comedy-Ensemble „Rebell Comedy“ am Sonntag, den 24.09.17, die Aula des Gabelsberger-Gymnasiums Mainburg mit Lachen zu füllen.

 

Beinahe wäre er allerdings auf seinem Weg in die Hallertau stecken geblieben, denn eins fehlt der Nationalitäten reichen Stadt Mainburg – ein Bahnhof. Als der Comedian von seiner in Rohrbach gestarteten Odyssee im Auto eines Lehrers berichtet, protestiert aus den vorderen Publikumsreihen ein kleiner Junge ganz stolz: „Wir haben doch einen Busbahnhof!“  Jener besagte Busbahnhof entwickelte sich im Laufe des Abends zu Alains Running Gag und auch ein Geschichtslehrer erhielt seine Zeit im Rampenlicht. Während der Entertainer die bekannte Geschichte des Wilhelm Tell erzählte und gestikulierte, musste er passende Geräusche dazu zum Besten geben, wobei alle Anwesenden Tränen lachten.

 

Alain Frei vermittelte nebenbei eine bedeutsame, wie brandaktuelle Message: Ganz getreu seinem neuen Programm „Mach dich frei!“ soll man sich von seiner Befangenheit gegenüber anderen Kulturen lösen. Doch auch aus nebensächlichen Zwängen soll man sich befreien, um den Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben zu legen.

 

Dafür setzt sich auch das P-Seminar „Jeder ist anders. Gemeinsam auf dem Weg – zum Glück“ unter der Leitung von Renate Murmann ein, das den gebürtigen Schweizer im Rahmen der interkulturellen Woche an ihre Schule eingeladen hat. Ihr Name ist längst Programm, denn die 16 weiblichen Mitglieder des Seminars vereinen selbst schon mehr als zehn Nationen.

 

Ebenso breit gefächert war die voll besetzte Aula, in der nicht nur alle Altersklassen vertreten waren, sondern vor allem die unterschiedlichen Nationalitäten für ein buntes Publikum sorgten. Trotz der kulturellen Disparitäten schaffte es der Schweizer, sie alle durch eins miteinander zu verbinden: Lachen.

 

Es entstand eine beinah intime Atmosphäre, wenn der bekannte Comedian auf seine lockere Art das Publikum in seine Jokes mit einbezog, wobei jegliche Distanziertheit vergeblich zu suchen war.

 

Mit Humor für Vielfalt, mit Humor für Toleranz und Akzeptanz. Ein Weg, den Alain Frei uns vorausgeht. Ein Weg, der im Gymnasium in Mainburg schon Einzug gehalten hat und der ohne die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Spendengeber nicht realisierbar gewesen wäre.

 

 

 

 

 

 

Bild und Text: Lena Langecker

 

 

 

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