Sozialkunde am Gabelsberger-Gymnasium 

 

Zielsetzung und Inhalte

 

„Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind“ (Winston Churchill) 

 

Dass eine Demokratie nur mit mündigen und an Politik interessierten Bürgern funktionieren kann, bedarf so wenig einer weiteren Erläuterung wie die Tatsache, dass gerade hier das Gymnasium eine wichtige Aufgabe hat nicht nur durch die Vermittlung  von Wissen über die politischen Institutionen, sondern gerade auch durch die Förderung der Einsicht, dass es kein besseres System gibt als die Demokratie – allen zu kritisierenden Erscheinungen im Einzelnen zum Trotz. Erklärungsbedürftig ist dann schon eher, dass die Mehrheit der Schüler nur 1 Stunde Sozialkunde ab der 10. Jahrgangsstufe hat. Hier geht es dann darum, den Schülern das unumgängliche Wissen zu vermitteln, wobei es sich nicht um eine knochentrockene Institutionenlehre handelt, sondern darum, an aktuellen Beispielen politische Zusammenhänge transparent zu machen. Dabei soll auch die verantwortungsvolle Arbeit der Kommunalpolitik ins Blickfeld rücken. Vielleicht gelingt es ja auch gerade an kommunalen Beispielen, die Schüler zum Engagement in örtlichen Bürgerinitiativen zu bewegen und selbstverständlich zum verantwortungsvollen Umgang mit ihren staatsbürgerlichen Rechten etwa bei Wahlen oder Bürger- oder Volksentscheiden zu animieren. Dabei muss auch die Bereitschaft der Schüler gefördert werden, sich durch Zeitungslektüre oder die Möglichkeiten des Internets über aktuelle Politik zu informieren. Vor allem muss den Schülern die Einsicht bewusst gemacht werden, dass der, der glaubt, Politik betreffe ihn nicht, in Wirklichkeit sehr wohl betroffen ist – nur dass er nicht in der Lage ist, diese Betroffenheit kritisch zu hinterfragen. 

 

Methoden und Unternehmungen 

 

Trotz der Einstündigkeit  gibt es auch im Fach Sozialkunde viele Möglichkeiten für Exkursionen und Projekte. So finden mehrstündige Projekte in der 10. Klasse in enger Verbindung mit Geschichte statt. Daneben werden Exkursionen gemacht, etwa zur bayerischen Staatsregierung im Rahmen des Projekts „Lernort Staatsregierung“ oder zum  Landtag mit der Möglichkeit, als Zuhörer Plenar- oder Ausschusssitzungen zu verfolgen. Immer wieder nutzen Klassen auch die Möglichkeit, am mehrtägigen „Polis“-Planspiel der Bundeswehr teilzunehmen. Möglich sind auch Besuche beim Landratsamt Kelheim mit wichtigen Abteilungen gerade für Jugendliche, etwa bei Problemen mit Drogen oder anderen Fragen der Jugendhilfe.   

 

Sozialkunde in der Oberstufe 

 

Sozialkunde ist in der Oberstufe – in enger Kooperation mit Geschichte – ebenfalls nur einstündig, muss aber von den Schülern belegt werden, was die Bedeutung des Faches hervorhebt. Aufbauend auf den Kenntnissen aus der 10. Jahrgangsstufe geht es jetzt um wichtige Erweiterungen wie die Probleme des Bevölkerungsaufbaus und die Notwendigkeit einer vernünftigen Einwanderungspolitik – Gerade auf diesem Feld sind sachliche Informationen über Zusammenhänge fundamental wichtig! – wie auch die daraus resultierenden Perspektiven für den Sozialstaat, über die Grundlagen der Demokratie in Abgrenzung zu Diktaturen, die Bedeutung der EU mit der Einsicht für die großen Chancen, welche ein vereintes Europa nicht zuletzt für Deutschland bietet, aber auch Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik und die Situation der Bundeswehr. Hier gibt es auch eine langjährige Kooperation mit Jugendoffizieren der Bundeswehr, welche an die Schule kommen und Vorträge über aktuelle Fragen zur Sicherheitspolitik halten. 

 

Sozialkunde im wirtschaftswissenschaftlichen Zweig 

 

Die Schüler im wirtschaftswissenschaftlichen Zweig haben schon in der 9. Klasse Sozialkunde zweistündig. Hier geht es um Fragestellungen wie die Förderung der Toleranz, die Situation von Minderheiten und in der Gesellschaft Benachteiligten oder auch den bewussten Umgang von Schülern mit den Medien. Da auch der Unterricht in der 10 Klasse zweistündig ist, besteht hier die Möglichkeit, Methoden mit einem größeren Zeitaufwand einzusetzen. 

 

 

Die Fachschaft Sozialkunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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