Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau der Klassen 9b und 9d

 

Das Wetter war schön an diesem 17. März 2016. Die Sonne strahlte und alles wirkte friedlich. Friedlich an einem Ort, der alles andere als friedlich war. Denn die KZ-Gedenkstätte Dachau war definitiv kein friedlicher Ort. Das haben wir, die Klasse 9D, selbst erfahren dürfen.

 

Zusammen mit der Klasse 9B und den Lehrkräften Herrn Müller, Frau Dudek und Herrn Kroeger erforschten wir das Gelände des ehemaligen Vorzeigelagers. Es war kaum vorstellbar, was die Menschen, die dort einst inhaftiert waren, durchmachen mussten. Auch wenn wir alles schon im Geschichtsunterricht gründlichst besprochen hatten, war es doch etwas anderes. Theorie und Praxis lagen auch hier in unterschiedlichen Welten.

 

Während wir das Gelände des ersten und ältesten deutschen Konzentrationslagers näher erkundeten, machten wir Halt vor verschiedenen Gebäuden, wo Schülerinnen und Schüler unserer Klasse Referate über die grausame Zeit des Nationalsozialismus unter Führung Adolf Hitlers hielten. Die Themen reichten von den medizinischen Versorgungen und Versuchen über die Solidarität, den Zusammenhalt und dem Alltag bis hin zur letztendlichen Befreiung der Häftlinge. Man merkte förmlich, wie es uns alle bedrückte und wie wir alle über die schrecklichen Taten der Nazis schockiert waren. Unsere sonst so aufgeweckte Klasse war plötzlich ganz still.

 

Der Bauplan des Konzentrationslagers ist ziemlich simpel gehalten; wenn man durch das Tor mit der Innenschrift "Arbeit macht frei" geht, steht man praktisch schon auf dem Appellplatz. Dieser Platz ist umrandet von dem sogenannten Wirtschaftsgebäude, welches jetzt in ein Museum mit Ausstellung, sowie Kino und Souvenir Shop umfunktioniert wurde. Hinter dem Wirtschaftsgebäude war der Bunker, welcher dazu diente, "wichtigere" Gefangene von den anderen zu trennen. In diese Bunker kamen auch Leute, die Anschläge auf Hitler planten oder ausführten. Zwischen dem Bunker und dem Wirtschaftsgebäude ist eine Gasse und eine Mauer, welche hauptsächlich der Erschießung von Häftlingen diente. Vor dem Wirtschaftsgebäude steht das Denkmal, welches aus Drähten besteht, die die leidenden Menschen symbolisieren sollen. Macht man von dort aus eine 90°-Drehung, kann man die lange Lagerstraße mit den Grundrissen von insgesamt 34 Baracken sehen. Es waren jeweils unterschiedliche Baracken; Schlaf-Baracken, Ess-Baracken, Wasch-Baracken und so weiter. Ganz hinten und abgelegen von allem befindet sich das Krematorium, wo die Leichen verbrannt wurden.

 

Die Fassungslosigkeit über das dort Geschehene war jedem von uns deutlich anzusehen. Als wir zum Schluss in das vorhin erwähnte Museum mit dem Kino gingen, sahen wir Bilder, die so schnell niemandem von uns mehr aus dem Kopf gehen werden; Berge von Leichen, Misshandlungen der Häftlinge. Auch die Museumsausstellung scheut sich nicht davor, die blanke Wahrheit der grausamen Herrschaft des Adolf Hitlers darzustellen. Diese Exkursion wird definitiv keiner von uns vergessen. Sie war lehrreich, informativ, traurig und erschütternd.

 

 

 

Justine Sommer, 9d

 

 

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