Die Klasse 9a und 9b besuchen die Gedenkstätte Dachau

 

„Die Erinnerung darf nicht enden;
sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.“

(Bundespräsident Roman Herzog am 27. Januar 1996 - zentraler Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus)

 

Die Schülerinnen und Schüler erlebten bei eisigen Minustemperaturen im Rahmen einer Exkursion zur Gedenkstätte Dachau, wie wichtig Erinnern an die grausigen Taten der Nationalsozialisten auch heute noch für unsere Generation ist. Die folgenden im Geschichtsunterricht erarbeiteten Schülerbeiträge der Klasse 9b spüren dem beklemmenden Ort nach. (Michaela Stephan)




Das Leben der Häftlinge - die Baracken


Gedenkstätte.jpgDie Arbeiter im KZ Dachau wurden mit Nummern versehen und mit einheitlicher Kleidung ausgestattet, sodass sie nicht mehr als Individuum angesehen werden konnten. Dies trug dazu bei, dass die Aufseher die Gefangenen einfacher umbringen konnten, da ihr Gewissen „beruhigt“ wurde. Die Häftlinge des Arbeitslagers in Dachau waren in den sogenannten Baracken untergebracht. Dort existierte keine Privatsphäre, viele Menschen mussten sich rustikale Stockbetten ohne Heizung teilen (siehe links). So mussten die Häftlinge aufeinander gepfercht leben und schlafen. Außerdem befanden sich darin die Sanitäranlagen und Aufenthaltsbereiche. Insgesamt gab es 30 Baracken, welche jedoch bei weitem nicht für die riesigen Menschenmengen ausreichten.

 

Das „Konzentrationslager Dachau“ war ein Arbeitslager. Die meisten Häftlinge mussten in der Rüstungsindustrie arbeiten. Die Arbeitsbedingungen im Lager trugen auch dazu bei, dass die Arbeiter sich schneller verausgabten. Ein anderer Faktor war das fehlende Essen. Dadurch sind die meisten gestorben. Der zynische Spruch an der Eingangspforte des Lagers, „Arbeit macht frei“, verhöhnte die Häftlinge durch die harten Arbeits- und Lebensbedingungen.

 

Gedenkstätte2.jpgDer Todesstreifen


Wenn sich die Häftlinge einem Befehl widersetzt haben, wurden sie erschossen.

 

Eine andere Möglichkeit, die Arbeiter umzubringen, war der Todesstreifen. Der Todesstreifen ist eine Grasfläche, die nicht betreten werden durfte, da sie am Rand des Lagers war und das Betreten als Fluchtversuch gesehen wurde. Es gab auch Mut-Prüfungen zwischen Wächtern, hierbei mussten die Aufseher einen Häftling erschießen, wenn sie es jedoch nicht wollten, nahmen sie die Kappe des Opfers und warfen diese in den Todesstreifen. Weil somit die Häftlingskleidung nicht mehr vollständig war, mussten die Häftlinge dafür sorgen, dass sie wieder komplett wird. Hierfür mussten sie den Streifen betreten und wurden erschossen.

 

Autoren: Benjamin Möwes, Maria Landendinger, Johanna Möwes)




Denkmal für die Insassen des KZ in Dachau


Unser dritter Stopp war das Denkmal für die Insassen. Dort abgebildet sind die verschiedenen Zugehörigkeiten der Häftlinge. Dreiecke stellen die Abzeichen dar, welche die Gefangenen auf ihrer Häftlingskleidung tragen mussten. Mit Gelb wurden die Juden kategorisiert, in Blau die Geistlichen und in Rot Menschen mit einer anderen politischen Meinung. Jedoch hatten nicht alle Insassen das Privileg, auf dem Denkmal verewigt zu werden, wie z.B. die Homosexuellen in Rosa, Kriminelle in Grün und Sinti & Roma in Schwarz. Dass Kriminelle auf Denkmälern nicht verherrlicht werden sollen, verstehen wir. Jedoch verstehen wir nicht, dass in der heutigen Zeit Homosexuelle und Sinti & Roma es immer noch nicht „wert“ sind, auf Denkmälern gezeigt zu werden. Das finden wir äußert diskriminierend und nicht zeitgemäß. Unserer Meinung nach sollte das Denkmal erneuert und den heutigen Standards angepasst werden. 


(Haid Clara, Lorenz Lisa, Pachollek Annabel, Arnold Teresa, Sommerer Judith)




Der Eingang des Lagers


Das Tor mit dem Schriftzug: „Arbeit macht frei“ ist das Erste, was man zu sehen bekommt, wenn man das Konzentrationslager in Dachau betritt. Dieses Zitat hat heutzutage eine andere Bedeutung als früher. Geht man in die Arbeit, verdient man Geld und kann sein Leben selbst bestimmen. Damals jedoch brachte die anstrengende Arbeit den Tod. Da dieses Tor ein starkes Symbol für Rechtsextreme der heutigen Zeit darstellt, wurde es schon viele Male gestohlen. Das letzte Verschwinden war im Jahr 2014, woraufhin es in Norwegen wieder auftauchte. Aufgrund des Diebstahls des Symbols gab es viele Medienberichte, was sich leider positiv für die Neonazis auswirkte, weil sie viel Aufmerksamkeit bekamen.


(Asiatu, Alexa, Lisa, Kader)




Das „Brausebad“ & das Krematorium


Als wir gegen Ende der Führung an der Gaskammer ankamen, merkte man, wie sich die Stimmung schlagartig veränderte. Als wir den Todestrakt betraten, wurde uns der Ernst der Lage erst wirklich bewusst. Geplant und angelegt war in Dachau das sogenannte „Brausebad“, welches als Gaskammer fungieren sollte, jedoch nicht planmäßig zum Einsatz kam.  Die Häftlinge sollten zuerst in eine Art „Desinfektionsraum“ geführt und anschließend in die Gaskammer gebracht werden, im Glauben, dort Duschräume vorzufinden. Dort waren Vorrichtungen angebracht, um zu morden. Hier wurde uns vor allem bewusst, wie wichtig es ist, an all die schlimmen Taten immer wieder zu erinnern, damit der Holocaust nicht in Vergessenheit gerät.

 



(Charlotte Bader, Julia Gabelsberger, Yasmina Bauer)


 

 

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