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„Die Reise zum Mittelpunkt der Erde” – alle drei Geographie-Kurse der Q11 am KTB in Windischeschenbach

 

Am Dienstag, den 30.06.2015, besuchten die geographiebegeisterten Schüler der Oberstufe des Gabelsberger-Gymnasiums in Mainburg eine der größten Landbohranlagen der Welt bei Windischeschenbach nördlich von Weiden. Die Hauptbohrung des „Kontinentalen Tiefbohrprogramms der Bundesrepublik Deutschland” (KTB), die 9101 Meter tief ist, ermöglichte in den Jahren 1987 bis 1995 vielfältige Untersuchungen der Erdkruste, die wesentlichen Ergebnisse sind Besuchern über ein angeschlossenes Museum zugänglich gemacht worden.

 

Die Freude der Schüler begann um 7. 30 Uhr und stieg zusätzlich durch den vorfahrenden, gut ausgestatteten Doppeldecker-Bus, in dem der Kampf um die „oberen Plätze” ständiger Begleiter war. Nach der kurzweiligen Anreise zur Bohranlage sollten die jeweiligen Führungen der zwei Hauptgruppen sogleich beginnen, doch der einladende Souvenirshop des Museums hatte eine magische Anziehungskraft und verzögerte die Aufteilung etwas. Zu Beginn erklärte der Gruppenführer, weshalb die Hauptbohrung „nur” 9101 Meter tief ist - und nicht wie geplant 12000 Meter -, der Grund dafür ist die Temperatur, die mit der Tiefe stärker zunahm als erwartet, bei 9101 Meter erreichte sie bereits 300 Grad und machte die Arbeit der elektrischen Bohrsteuerung unmöglich. Es folgte ein Film, bei dem die Schüler zunächst nichts sahen, dadurch sollte man sich die Anfänge der Erde besser vorstellen können. Nach und nach wurde dann die Entstehung der Erde verdeutlicht. Schließlich konnte man in den Museumsräumen z.B. auf einem Erdbebensimulator ein Erdbeben nachempfinden und Genaueres über die Bohrtechnik sowie das Gestein vor Ort erfahren. Endlich folge die Besichtigung des Bohrturms. Die Höhe (83 Meter) war beeindruckend, der aufzusetzende Helm diente eher der allgemeinen Belustigung.

 

Im zweiten Teil wurde den Schülern die nahe gelegene geologische Störung der „Fränkischen Linie” mit ihrem typischen Bruchzonencharakter mit Hilfe einer eingenordeten geologischen Karte erläutert und „der schönste Basaltkegel Europas” in Parkstein gezeigt: Direkt am herauserodierten Schlot stehend konnten die kleinräumigen Unterschiede des Gesteins - in Abhängigkeit von der Lage zur Abkühlungsfläche - deutlich erkannt werden.  Gewaltig erheben sich dabei im Zentrum die wie gebogene Orgelpfeifen stehenden Basaltsäulen, die einen fünf- oder sechseckigen Querschnitt aufweisen. Der komplexe Vorgang der Entstehung des Parksteins wurde dabei von einer Geologin anschaulich anhand von Skizzen und Bildern illustriert.

 

Zurück in den Schulungsräumen des KTB folgte abschließend eine Lerneinheit: Auf spielerische Art und Weise wurden, mithilfe von Modellen verschiedenster Art, Grundlagen der Plattentektonik vermittelt. Alles ähnelte einem Puzzle und stellte für die Schüler keine große Herausforderung dar, beispielsweise sollten die einzelnen Kontinente zum Urkontinent „ergänzt” oder die Erde in ihrem Aufbau von innen nach außen rekonstruiert werden. Außerdem wurden die Grenzen der Platten auch am Computer visualisiert und die drei möglichen Plattenbewegungen erläutert.

 

Die Exkursion endete erst um 18. 30 Uhr am Busparkplatz des Gabelsberger-Gymnasiums in Mainburg. Alle waren geschafft und klagten über die Hitze und die Länge des Tages. In der Rückschau lässt sich jedoch sagen, dass die Forschungsstation in Windischeschenbach den Schülern ein umfassendes Programm bot, das allerdings nicht immer an das Leistungsniveau einer Q11 angepasst war. Doch anhand von sehr gut veranschaulichten Tafelbildern, Filmen und Modellen - und natürlich durch den unmittelbaren Eindruck vor Ort -  haben die Schüler definitiv für das nächste Semester profitiert. Ein herzlicher Applaus für die Organisatorin der Unterrichtsfahrt, Frau OStR’in Glaser, beendete die einmalige Erfahrung.



Exkursionsbericht von Maciej Juszko, Q11

Redaktion und Bilder: Fiesel

 

 

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