Klärungsbedarf rund ums Abwasser

Die Klasse 5a des Gabelsberger-Gymnasiums Mainburg informiert sich am Wandertag über die Wasseraufbereitung im Heimatraum


Wer ist nicht schon im Abenstal Richtung Leitenbach am Klärwerk Mainburg vorbeispaziert und hat neugierig auf die gepflegte Anlage geguckt? Wie das wohl alles funktionieren mag, hat sich auch die Klasse 5a des GGM gedacht und auf eine kurzfristige Anfrage prompt eine hochinteressante Führung durch Herrn Sebastian Kaindl, Fachkraft für Abwassertechnik, angeboten bekommen.


Die Schülerinnen und Schüler haben dabei nicht nur vor den einzelnen Klärbecken ganz genau erfahren, wie über mechanische, biologische und chemische Reinigungsstufen aus über 4000 Kubikmetern unserer v.a. durch Stickstoff und Phosphor verunreinigten Abwässer pro Tag wieder Wasser in Trinkwasserqualität wird, sie bekamen auch Anekdoten über die Aufgaben von Klärtauchern erzählt; oder sie wollten das Ausfaulen des anfallenden Klärschlammes im Faulturm ganz genau verstehen, durch dessen Methanproduktion das hauseigene Blockheizkraftwerk betrieben wird, das für eine fast vollständige energetische Autonomie der Kläranlage sorgt. Im Labor durften sie einen Blick ins Elektronenmikroskop werfen, um die winzigen Bakterien zu bewundern, die die meiste Arbeit rund ums Abwasser stemmen, und selbst die Steuerungszentrale der komplexen Anlage konnte besucht werden, wo vollständig digital und elektronisch ein Betrieb überwacht wird, der momentan fünf Vollzeitbeschäftigten eine überaus abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit ermöglicht. Abschließende Tipps zum umweltgerechten Umgang mit dem Abwasser durften nicht fehlen: Öle, Farbreste und Pflanzenschutzmittel zum Beispiel dürfen keinesfalls in die Kanalisation gelangen, das macht den Bakterienkulturen so zu schaffen, dass sie kollabieren können und die Abwasserklärung nur noch mit erheblichem Kostenmehraufwand gelingt. Darüber hinaus hilft es natürlich enorm, wenn möglichst wenig stark kontaminiertes Schmutzwasser im Klärwerk ankommt, z.B. durch sparsamen Umgang mit Kosmetikprodukten, denn viele von ihnen enthalten Mikroplastik, das nur schwer abgebaut werden kann.

 

Die Schülerinnen und Schüler waren sichtlich beeindruckt von dem Aufwand, der zur Aufrechterhaltung der Wasserqualität der Abens geleistet wird und man darf wohl zu Recht hoffen: Wer den komplexen Weg des Abwassers kennt, schickt es mit mehr Vorsicht auf die Reise!

 

 

 

 

 

StD Fiesel

 

 

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