Geographie-Studium in Eichstätt? Ja bitte!

Schüler der Q12 des Gabelsberger-Gymnasiums Mainburg erkunden die Attraktivität der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt als Studienort

 

In wenigen Monaten hat wieder ein Jahrgang des GGM das Abitur in der Tasche. So heißt es für viele junge Erwachsene bald: Was tun? Ausbildung oder Studium, oder doch endlich einmal ausgiebig verreisen, bevor einen der Ernst des Lebens einholt? Orientierung bot ein von Frau OStR’in Bindan M.A., der Fachbetreuerin für Geographie am GGM, anberaumter und organisierter Studientag an der KU Eichstätt-Ingolstadt, der schwerpunktmäßig die Geowissenschaften fokussierte, aber auch die anderen Studienangebote in den Blick nahm und nebenbei das studentische Umfeld in der ehemaligen bischöflichen Residenzstadt ausleuchtete. Und man muss sagen: Mit sehr erhellenden Einsichten! Die Verantwortlichen der Studienberatung vor Ort - allen voran der für Geographie zuständige Herr Dr. Frank Zirkl - nahmen sich den ganzen Tag Zeit um die Schülerinnen und Schüler umfangreich zu informieren. So besichtigte man z.B. die hervorragend ausgestattete Teilbibliothek „Ulmer Hof“, in der sich aufwändig renovierter barocker Glanz mit moderner Funktionalität harmonisch verbinden, ein architektonisches Schmuckstück, das auch von beträchtlichem touristischem Interesse ist und in Verbindung mit etwa dem Dom, der Willibaldsburg und dem idyllischen Altmühltal an sich schon eine Reise nach Eichstätt rechtfertigen.

 

Weiter ging es, an den verschiedenen Instituten und Lehrstühlen vorbei, zum zentralen Campus, wo sich auf dem parkähnlichen Gelände der ehemaligen fürstbischöflichen Sommerresidenz die Verwaltung, Hörsäle und Seminarräume, die Zentralbibliothek und die Mensa befinden. Alles überschaubar und recht klein, aber fein.

 

Insgesamt bietet die KU für nur etwa 5500 Studierende Platz, dabei ist das Angebot jedoch erstaunlich breit und tief und umfasst neben Klassikern wie z.B. BWL und Psychologie eben auch das Studium der Geographie mit sage und schreibe sieben Lehrstühlen, die Lehramts-, Bachelor- und Master-Abschlüsse ermöglichen. Bei den Schülerinnen und Schülern erregte insbesondere der Masterstudiengang „Tourism and Regional  Planning – Management and Geography“ beträchtliches Interesse und lud zu Nachfragen ein, etwa zu möglichen späteren Betätigungsfeldern: Es gehe zum Beispiel darum, eine touristische Region wie den Naturpark Altmühltal fit zu halten für die sich wandelnden Ansprüche der Erholungssuchenden, etwa hinsichtlich des E-Bike-Booms, und gleichzeitig das geographische Grund-Ethos der Nachhaltigkeit nicht aus dem Blickfeld zu verlieren. Fasziniert war man aber auch von der exzellenten Vernetzung der KU mit Universitäten weltweit, das heißt für Eingeschriebene, dass Auslandssemester meist kostenlos organisiert werden können, ein extra dafür geschaffenes „International House“ unterstützt Interessierte in allen Belangen. Ein Besuch der vom studentischen „Arbeitskreis Wetterschau“ betreuten Wetterstation auf dem Gelände der KU bot abschließend Gelegenheit eine Studierende selbst über die Bedingungen vor Ort zu befragen: Sie hob die hervorragende Betreuungssituation im Fach Geographie hervor, wo auf 7 Professorinnen und Professoren nur gut 80 Studierende kämen. Dadurch sei man Person und nicht nur Nummer, könne bei Verständnisschwierigkeiten jederzeit nachfragen und es gebe kein lästiges Gerangel um Plätze in Geopool, Geolabor oder begehrten Seminaren.

 

Die KU vermittelte insgesamt das Bild einer großen, intakten Familie, die für alle Konfessionen offensteht: Das „Katholisch“ bezog man sichtlich v.a. auf den Gemeinschaftssinn, der im Idealfall entwickelt wird, und der in verschiedenen Projekten seinen Niederschlag findet, die von Mitgliedern der Universität angestoßen wurden und in die Gesellschaft hineinwirken sollen: Z.B. durch den Arbeitskreis „tun. starthilfe für flüchtlinge im landkreis eichstätt“ oder den Verein „DenkNachhaltig“, der jährlich den deutschlandweit größten „Dialogue on Sustainability“ ausrichtet.

 

Bei solchen Möglichkeiten, solchem Verantwortungsbewusstsein und solcher Weltoffenheit mag sich nach der Exkursion manch einer für die Zeit nach dem Abitur gedacht haben: Verreisen ja. Aber doch bitte als Student der Universität Eichstätt.

 

 

 

 

 

 

 

Text und Bilder: E. Fiesel

 

 

Zurück zur Startseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


© 2017 Gabelsberger-Gymnasium Mainburg.    Alle Rechte vorbehalten.    Impressum