Wahnsinn, wie er wieder wächst

 

Fünftklässler des GGM besuchen den Hopfenbaubetrieb der Familie Neumeier in Steinbach - und erfahren Vieles, was sie schon lange über den Hopfen wissen wollten.

 

Die Hallertau ist das weltweit größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet - sein gemäßigtes Klima, seine guten Böden, aber auch die Erfahrung und Leidenschaft seiner Bewohner haben es dazu gemacht. Davon konnten sich vor kurzem die Klassen 5d und 5e des Gabelsberger-Gymnasiums bei einem Besuch des Steinbacher Hopfenbauern Neumeier im Rahmen des Geographieunterrichts überzeugen.

 

Dass dessen eine große Leidenschaft der Anbau des Grünen Goldes - wenn auch nur mehr im Nebenerwerb - ist, haben die Schülerinnen und Schüler gleich nach der Begrüßung in der Maschinenhalle gemerkt. Der Vater einer Schülerin hatte deswegen gerne zu einer Exkursion auf seinen Hof eingeladen und beantwortete zunächst bereitwillig alle Fragen über seine vielfältige Arbeit mit der Sonderkultur, die im Rahmen des Unterrichts offen geblieben waren. Anschließend wurden die Klassen in drei Gruppen aufgeteilt, um jeweils unter der Leitung von Herrn Neumeier oder den begleitenden Geographielehrkräften, Frau Birzer und Herrn Fiesel, noch Genaueres zu verschiedenen Aspekten des Hopfenanbaus zu lernen. Im Rahmen der ersten Station informierten sich die Gymnasiasten mit Hilfe von Informationstafeln des Hopfenmuseums Wolnzach zur Geschichte des Hopfenanbaus in ihrer Heimat. Die zweite Station war ein Rundgang über den Hof, um vorhandene Gerätschaften und Spezialmaschinen zu besichtigen. Dabei stand natürlich die Hopfenzupfmaschine im Mittelpunkt, deren Höllenlärm live genossen werden durfte. An der dritten Station wurde den Schülern vom Landwirt gezeigt, wie der Hopfen nach der Ernte getrocknet und verpackt wird. Schade war es, dass die Station Nr. 4 - die Inspektion eines Hopfengartens - sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist; was dem Hopfen in den letzten Wochen zu seinem sprichwörtlich gewordenen Wahnsinns-Wachstum verholfen hat, zwang die Kinder dazu unter Dach und Fach zu bleiben - die Hauskatze hat es gefreut. Zur allgemeinen Überraschung und Begeisterung brachte Herr Neumeier zum Abschluss des Bauernhofbesuchs den Gästen seine zweite Leidenschaft nahe - die Musik. Kurzerhand holte er seine Gitarre hervor und schon wurde gemeinsam die Heimat besungen, denn „den schönst’n Hopfa, s’beste Bier, hod [nur] die Holledau.“ (Hallertauer Heimatlied)

 

 

 

 

 

Text: Iris Birzer

Foto: Erwin Fiesel

 

 

Zurück zur Startseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


© 2018 Gabelsberger-Gymnasium Mainburg.    Alle Rechte vorbehalten.    Impressum