Paris-Fahrt – Ein besonderes „Zuckerl“ für Neusprachler

 

„Leidies ennd Genntölmänn, meinö Damönn ünd Errenn, meinö Namö ist Naïm. Mein deutsch-fronsösisches Team ünd isch eissen sie erzlisch willkommönn an Bord dös TGV...“

Bereits als wir am Sonntag in aller Herrgottsfrühe hundemüde am Münchner Hauptbahnhof in unseren Zug Richtung verfrühter Ferien einstiegen, schlug uns ein Stück französischen Flairs entgegen. Mit jedem Kilometer, den der TGV mit einer beachtlichen Geschwindigkeit von durchschnittlich 300 km/h zurücklegte, wuchs unsere Vorfreude auf die wunderbaren fünf Tage in Paris, die vor uns lagen.

Vom TGV direkt in die überfüllte Métro, führte unser Weg erst einmal zur Unterkunft, bevor wir dann endlich bei einer Schifffahrt auf der Seine entspannen und die Pariser Luft unter strahlendem Sonnenschein genießen konnten. Das Wetter meinte es auch an den kommenden Tagen gut mit uns und so wirkten all die beeindruckenden Bauwerke, die wir besuchten, noch prachtvoller: Von hochmodernen Wolkenkratzern in „La Défense“ bis hin zum antiken Arc de Triomphe war alles dabei. Einen Höhepunkt stellte für uns alle die Besichtigung des Schloss Versailles dar. Dort wurden unsere sprachlichen Kenntnisse durch eine französische Führung erst einmal auf eine harte Probe gestellt, doch wir können wohl zu Recht behaupten, dass wir uns bewährt und so eine Menge Wissen über das prunkvolle Schloss erhalten haben. Sehr emotional aufwühlend war der traurige Anblick Nôtre-Dames, auch wenn man über Kommentare von anderen deutschen Touristen wie „Das soll Nôtre-Dame sein? Die brennt ja gar nicht!“ nur den Kopf schütteln konnte...

Ein weiteres Highlight war trotz der Touristenmassen der Anblick der weltberühmten Mona Lisa im Louvre. Einen ganz eigenen Charme versprühte das zauberhafte Künstlerviertel Montmartre. Auf den Stufen von Sacre-Cœur genossen wir den Ausblick auf das nächtliche Paris, nicht ohne musikalische Untermalung durch verschiedene Straßenmusiker. Ein wahrer Höhenrausch war der Tour Montparnasse. Mit seinen 210 Metern Höhe bietet er eine überwältigende Aussicht auf die „Stadt der Liebe“. Faszinierend war auch das Musée d'Orsay, welches sich in einem alten Bahnhofsgebäude befindet. Abenteuerlich wurde es am freien Nachmittag, als einige von uns ganz auf sich gestellt durch die Metropole bummelten, auf der Jagd nach dem „Pariser Chic“. Den letzten Abend ließen wir gemütlich gemeinsam im malerischen Innenhof unserer Herberge ausklingen. Viel zu schnell verflog die Zeit, und so hieß es am Donnerstag nach einem Besuch des „Cimetière Père Lachaise“, einem antik anmutenden Friedhof, auf dem allein schon ein Familiengrabmal die Größe eines kleinen Gartenhäuschens besitzt, endgültig Abschied nehmen.

Mit Taschen voller Souvenirs, unter anderem den schon fast obligatorischen T-Shirts aus dem Hard Rock Café Paris, dem Handyspeicher voller Fotos und dem Kopf voller Erinnerungen an diese unvergessliche Zeit, verließen wir die französische Hauptstadt wieder. Die Heimfahrt war auch ein Erlebnis für sich, denn durch diverse Zwischenfälle saßen wir (der Deutschen Bahn sei Dank!) erst einmal für 100 Minuten in Stuttgart fest, ohne zu wissen, ob wir überhaupt noch irgendwann zuhause ankommen würden. Zum Glück hatten wir noch genügend Macarons und andere Leckereien im Gepäck, um uns bei Laune zu halten. Der Versuchung, direkt kehrtzumachen und ins geliebte Paris zurückzufahren, konnten wir trotzdem kaum widerstehen, aber schließlich erreichten wir todmüde, aber glücklich den Hauptbahnhof in München. Durch die Verspätung wurde uns letztendlich sogar ein schulfreier Tag beschert!

Alles in allem kann man nur sagen: Es waren wunderschöne Tage in Paris, die wir wohl niemals vergessen werden! Wir haben unglaublich viel gesehen und erlebt, hatten großen Spaß gemeinsam und haben auch unsere Liebe zur französischen Sprache neu entdeckt. An dieser Stelle möchten wir besonders unseren Lehrern Frau Stingl und Herrn Karl danken, die uns diese Reise überhaupt erst ermöglicht haben! Paris, à bientôt! 

 

Jacinta Grundler, Elena Zimmermann, OStRin Bärbel Stingl

 

 

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