SOS-Kinderdorf Campus am GGM: Workshop-Reihe zum Thema „Familie“

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Mainburg – 19. Februar 2020

 

Am 19.2. 2020 durfte das GGM im Namen der Fachschaft Ethik - nun im dritten Jahr - die zwei Referentinnen von SOS-Kinderdorf Campus Frau Simone Allig und Frau Vierkötter mit ihrem Workshop zum Thema "Familie und Kindeswohlgefährdung" begrüßen - trotz der zu dieser Zeit grassierenden Grippe, die das Team von Artikel SOS-Kinderdorf Campus ebenso traf wie unsere SchülerInnen. Das GGM kommt mittlerweile als Partner des SOS-Kinderdorfs (siehe Zeitungsartikel) in diesen Genuss.

 

Neu in diesem Jahr war ein Pilot-Workshop in einer 5. Klasse. Unsere anfänglichen Bedenken, dass dieses sensible Thema vor allem mögliche "betroffene" SchülerInnen, aber auch alle anderen intellektuell überfordern könnte, wurden schnell zerstreut.

Die SchülerInnen zeigten sich sehr aufgeschlossen und interessiert, was nicht zuletzt auch an den Referentinnen lag, die alle Äußerungen geduldig und sensibel aufgriffen und die Klasse adressatenorientiert und behutsam durch teilweise schwierige Konzepte der Familiensoziologie führten.

Dabei lernten die Kinder verschiedene Familienmodelle kennen, die von der Kern-, der Patchwork- und der Regenbogen-Familie über Alleinerziehende bis hin zu Modellen der Fremdbetreuung reichen.

Während Pflegefamilien nur eine vorübergehende Betreuung eines Kindes übernehmen bis sich die Verhältnisse in der Regularfamilie wieder gebessert haben, übernimmt eine Adoptivfamilie das vollständige Sorgerecht.

Auch wurde hier bereits ein Überblick in Ursachen der Kindeswohlgefährdung gegeben.

 

In den 8. Klassen wurden diese Inhalte dann vertieft und ergänzt durch einen Vergleich von Kinderheim und SOS-Kinderdorf-Familie.

Kinderheime werden im Schichtbetrieb geführt, sodass ein Vertrauensverhältnis zwischen Pädagogen und Kind nur schwer entsteht. Dies ist in einer SOS-Kinderdorf-Familie anders, da dort ein Haus eine feste "Kindermutter" besitzt.

Zudem wurden auch juristische Implikationen behandelt, die sich im Rahmen einer Kindeswohlgefährdung ergeben, wenn das Jugendamt einzugreifen hat. Dieses hat die Informationen von dritter Seite (Schulen, Freunde, Nachbarn, Polizei und Ärzte) zu prüfen und zu entscheiden, ob ein akuter Fall vorliegt oder nicht.

In akuten Fällen wird dann eine Fremdbetreuung angestrebt und in anderen Fällen kommen dann Therapien, Familienhelfer u.Ä. zum Einsatz.

Wir sind SOS-Kinderdorf Campus Überaus dankbar für diese Workshops und hoffen, das Programm und Angebot in den folgenden Jahren ausbauen zu können.

 

 

StR Wolfgang Melchior M.A.

 

 

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