Gymnasiasten auf dem Pferdehof

 

Einen ganz besonderen Schultag erlebten Schüler der 6. Klasse des Gabelsberger-Gymnasiums.

 

Im Englisch-Unterricht bei Studienreferendarin Julia Spegele war das Landleben und eine Ranch das Hauptthema. Lehrerin Spegele ermöglichte es den Kindern, einmal ein richtiges Pferderanch-Leben zu erkunden. Oberstudienrätin Eva Kallhardt, ebenfalls Pferdespezialistin erklärte sich bereit, die Klasse zusammen mit Frau Spegele zu begleiten.

 

Mit dem Bus ging es zum erlebnispädagogischen Pferdehof von Tanja Hollinger-Barfuß und ihrem Partner und Mann Dr. Georg Barfuß in Hohenthann. Dort wo Manager und Gestresste mit  Pferde-gestützten Seminaren bessere Führungsqualitäten erlernen, kamen nun 24 junge Damen und Herren, um pferdegestützte Erlebnispädagogik mit nach Hause zu nehmen. Pferde sind für die Unterstützung im sozialen Bereich, motorischen Fähigkeiten, Gleichgewicht und Körpersprache  eine hervorragende Unterstützung, erfuhren die Schüler.

 

Gestartet wurde mit dem Kennenlernen der Stute, einem Hengst und zwei Ponys. Bürsten, striegeln und Hufe auskratzen, klappte mit Unterstützung der Seminarleiterin Frau Hollinger-Barfuß, Frau Kallhardt, Frau Spegele und  Pferdefotografin Elena Zorko in jeder Gruppe hervorragend. Dazu gab es viele Informationen, wie Tiere richtig gehalten werden sollten, um sich gesund zu entwickeln. Frei laufende Hühner, die man sogar streicheln konnte, verdeutlichten Leben im Einklang mit der Natur. Mit den „Gefühlemonstern“ stellten sich die Schüler vor und erklärten unisono, dass sie den Tag hervorragend finden, weil keine richtige Schule sei.

 

Reines „Chillen“ war aber nicht angesagt, als es mit den Pferden auf die Koppel ging. Dort durfte jeder, der sich traute, ein selbst ausgesuchtes Pferd führen. Was anfangs nicht so leicht war, weil auch Pferde ihren eigenen Kopf haben, klappte nach Anweisung zur richtigen Körperhaltung, hervorragend. Es ist nicht wichtig, wie groß das Pferd oder der führende Mensch ist, sondern die richtige Einstellung und Körperhaltung. Pferde sehen zwar über 360°, aber direkt vorne nichts, weil die Augen seitlich sind. Pferde sind sehr sensibel und spüren genau, welcher Mensch ihnen gegenüber steht. Sie sind daher für vielerlei Probleme ausgezeichnete „Lehrer“.

 

Nach einer kleinen Mittagspause stand der gordische Knoten mit Schülern auf dem Programm und die Schüler merkten schnell, dass die Lösung nur mit Teamgeist, Zusammenhalt, logischem Denken und Kooperation möglich ist. Genau die gleichen Kriterien sind im Schulalltag notwendig.  Dr. Barfuß erklärte den Schülern danach, was nachhaltige Landwirtschaft ist und vor allem, warum ein Umdenken in der Natur unabdingbar ist. Wer sich traute, durfte im Anschluss einmal auf einem Pferd sitzen und ein paar Runden reiten.

 

Zum Abschluss gab es ein Lagerfeuer und das bekannte „Stockbrot“, bevor dieses Abenteuer für die Schüler viel zu früh zu Ende war. Die beiden Lehrerinnen und vor allem die Schüler bedankten sich beim Ehepaar Barfuß, dass ihnen dieser besondere Pferdetag mit viel Erfahrung, die auch für die Schule  hilfreich sein wird, ermöglicht worden war. Wer selber einmal diese besondere Methode mit Pferden testen möchte, kann sich unter www.unique-leadership.de informieren.

 

 

 

 

Text: Isabella Goossens, Hallertauer Zeitung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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