Sterntaler - in anderem Lichte

 

(Transpositionen und Nachbildungen eines bekannten Stoffes in Anlehnung an die dystopische Version in Büchners Woyzeck)

2018 - Q11/D5

Die Sterntaler

(Original der Gebr.Grimm)


Die Sterntaler


Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, daß es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach »ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungerig.« Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte »Gott segne dirs,« und ging weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach »es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.« Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter,da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte »es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben,« und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin. Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter harte blanke Taler: und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

Quelle:

Jacob und Wilhelm Grimm: Kinder- und Hausmärchen. München 1977, S. 666-668.

in: Zeno.org, auf: http://www.zeno.org/nid/20004905156

 



 

Die Transpositionen und Nachbildungen


Die Sterntaler


Es war einmal ein Mädchen, dass tagein, tagaus von den Eltern missbraucht und geschlagen wurde. Es wurde regelmäßig an andere Männer verkauft und als es wieder einmal eingesperrt im eigenen Zimmer saß und Gott vergeblich um Hilfe bat, nahm es all seinen Mut zusammen, packte das Stückchen Brot, das das Mädchen als einzige Nahrung jeden Tag bekam, um auch nicht zu dick und zu unattraktiv zu werden, stieg aus dem Fenster und lief los in den benachbarten Wald.

Aus Angst, gefunden zu werden und aus Angst vor der Einsamkeit fing das Mädchen an, Gott, der es all die Jahre leiden ließ, anzubeten. Auf einem Feldweg in einer etwas zivilisierteren Umgebung konnte sich das Mädchen, als es einen ihm bekannten Mann erblickte, gar nicht so schnell verstecken, als es in das nächste Gebüsch gezerrt und sexuell missbraucht wurde. Der Mann nahm die zerfetzten Kleider und während er fortlief, wurde sich das Mädchen bewusst, was soeben geschehen war, und da es weitaus Schlimmeres gewohnt war, fiel es auf die Knie und dankte Gott, dass es noch am Leben war.

Da lief ihm ein mit Tränen übergossenes und noch immer schluchzendes Kind über den Weg und als es fragte, was das Kind denn bedrücke, antwortete dieses, dass heute sein Geburtstag sei und die Eltern wegen ihrer Geldnot nicht den Kuchen backen konnten, den das Kind sich so sehr wünschte. Da hatte das Mädchen Mitleid, hielt einen kleinen Stock in die noch immer glühende Feuerstelle, die es sich zum Schlafen angezündet hatte, steckte das brennende Stöckchen in das Brot, das dem Mädchen noch verblieb, und schenkte es dem kleinen Kind. Während das Kind fröhlich lachend wieder nach Hause lief, fiel das Mädchen, dem nun nichts mehr blieb, erneut auf die Knie und dankte Gott ehrfürchtig für diesen wunderschönen Moment.

Die Nacht brach an und das Mädchen entfache erneut ein kleines Feuer, neben das es sich mit einem Lächeln legte. Der Mond stand wie eine helle, runde Scheibe über dem Mädchen. Es schloss für einen kurzen Moment die Augen, um erneut das strahlende Gesicht des nun glücklich lächelnden Kindes zu sehen und als das Mädchen erneut die Augen öffnete, strahlten und funkelten ihm die Sterne entgegen. Es erhob sich, um jenen hellen Pünktchen näher zu sein, als ihm die Sterne plötzlich immer näher kamen, vom Himmel fielen und sich in puren Goldstaub verwandelten, der das Mädchen nun wie eine wärmende Decke sanft umgab.

 


 

Sterntaler- Tsunami

 

Es war einmal ein Mädchen in Thailand. Es genoss einen warmen Tag am Meer mit ihren Eltern, als die Familie bemerkte, dass die sonst mäßigen Wellen immer höher wurden. Nach kurzer Zeit war ihnen klar: Ein Tsunami wird kommen. Die Eltern und das Mädchen versuchten so schnell wie möglich vom Strand wegzukommen und fingen an zu laufen, doch da viele Menschen auf einmal vom Ufer fliehen, verlor das Mädchen ihre Eltern in den Menschenmassen.

Kurz darauf kam die erste gigantische Welle und das Mädchen stürzte. Sie schürfte sich ihre Knie auf und ihre Schuhe wurden sofort vom Wasser verschluckt. Sie lief weiter und erreichte ein mehrstöckiges Haus. Sie kletterte mit anderen Menschen aufs Dach, doch noch bevor sie es vollständig erreichte, kam die nächste große Welle. Das Mädchen konnte sich festhalten doch ein Kind neben ihr schaffte es nicht. Das Kind versuchte sich am Kleid des Mädchens fest zu halten, doch der Stoff hielt dem Wasser nicht stand und zerriss. Das Mädchen schaffte sich auf das Dach zu retten. Hier oben blickte sie in die Ferne und sah nichts außer pure Zerstörung, Verletzte und Tote.

 


 

Die Sterntaler

 

Es war einmal ein Rehkitz. Ricke und Bock wurden überfahren und erlegt. Das Rehkitz hatte nur noch den Schlafplatz der kleinen Familie. Eines Tages kamen Camper in den Wald und vertrieben es auch von diesem Platz. Ganz verlassen und traurig machte sich das Rehkitz auf den Weg, die Welt zu erkunden, da es ja „zu Hause“ auch nichts mehr hielt. Eines Nachts machte es unter zwei Bäumen eine Pause. Als es aufwachte, funkelten die vielen Sterne von oben herab. Mit der Zeit wurde die Landschaft weiß und das Rehkitz erfror im Winter im Wald mit Aussicht auf den Glanz des von der Sonne reflektierten Glitzers.

 


Thomas Holzmann

 Sterntaler


Es war einmal ein Mädchen, das hatte Vater und Mutter verloren. Sie war allein und besaß nichts weiter als ihr Smartphone und einen Burger von McDonalds, den ihr ein freundlicher Mitarbeiter geschenkt hatte.

Den Burger und das Smartphone jedoch verschenkte sie an einen Flüchtlingsjungen aus dem Irak, damit dieser etwas zum Essen hatte und seine Eltern anrufen konnte.

Mit ihren letzten Kleidern versorgte sie eine stark blutende ältere Dame, die gestürzt war.

Und als sie nun dastand, ohne Hab und Gut und ohne Dach über dem Kopf, sprach sie ein junger Mann an, der sie beobachtet hatte. Es war Mark Zuckerberg. Er adoptierte das Mädchen und sie wurde Erbin eines der größten Sozialen Medien weltweit.

 


 

Sterntaler


Es war einmal ein Mädchen, es hatte seine Mutter und seinen Vater im Krieg verloren. Von diesem Zeitpunkt an musste es für sich selbst sorgen.

Es lebte unter erbärmlichen Zuständen und verdiente wenig Geld. Doch immer, wenn es abends im Bett lag und durch das Fenster zwei bestimmte Sterne beobachtete, von denen sie sich einredete, dass ihre Eltern von dort aus auf sie Acht gaben, fand es am Morgen darauf zwei Goldtaler unter ihrem Kopfkissen – zwei Sterntaler.

 


 

 Die Sterntaler


Es war einmal ein Waisenkind, dessen Vater und Mutter gestorben waren. Deshalb musste es bei seiner bösen Tante leben, die zwei weitere Töchter hatte. Doch dort fühlte es sich gar nicht wohl, da es stets schlecht behandelt wurde, was dazu führte, dass es Depressionen bekam, da es niemanden mehr hatte, dem es sich zuwenden konnte.

Es hoffte auf den lieben Gott und darauf, dass dieser ihm durch diese schwere Zeit helfen würde, sodass es ihm bald wieder besser gehe.

Und eines Tages, als das Kind nach einem grausamen Tag nachts durch den Wald ging, sah es etwas Funkelndes am Himmel. Es waren Sterne, die auf den Boden trafen. „Das ist ein Zeichen vom lieben Gott“, sagte es zu sich selbst.

 


 

Sterntaler


Es war einmal ein Mädchen, dessen Vater und Mutter von SA-Männern umgebracht wurden. Es besaß nichts außer ein Stück Brot und zerfetzte Kleider. Das war alles, was es noch mitnehmen konnte, während es geflohen war.

Als sie nun auf ein einsames Feld trat, kam ein alter Bauer. Dieser zeigte mit verzerrtem Gesicht auf den aufgenähten Stern an ihrer Brust und schrie „Judenschweine verdienen es nicht, zu essen!“, während er ihr den Laib Brot aus der Hand riss und ihn wegwarf.

Das verschreckte Mädchen wusste nicht, was es tun sollte, und es rannte, soweit es konnte. Doch bald stieß es auf drei Jungen, alle waren sie größer und stärker als das kleine Mädchen und rissen ihr brutal die Kleider vom Leibe. Schutzlos ausgeliefert starrte sie nun gen Himmel, fing an die Sterne zu zählen und wünschte, es könne bei seinen Eltern sein.

Ihre Sicht wurde wenig später durch ein Paar breite Schultern verdeckt und sie spürte, wie zwei große Hände sie auf die Füße zerrten.

Die nächsten Worte des Mannes ließen heiße Tränen ihre roten Wangen herunterlaufen und Schluchzer aus ihrem Mund entweichen.

Der Mann in Uniform brachte sie zu einem großen Gebäude. Ihr wurde erklärt, dass sie bald in Sicherheit war und ihre Eltern wiedersehen könne. Sie musste nur noch eine Dusche nehmen. Ein Hoffnungsschimmer stieg in ihr auf und sie rannte förmlich in den Raum, stellte sich unter den Duschkopf und blickte nach oben. Sie freute sich darauf, das glitzernde Wasser auf sie prasseln zu sehen.

Doch es waren keine Wassertropfen, sondern Gas.

 


 Yazel Özhan, Q11

Sterntaler


Es war einmal ein Mädchen, das hat Vater und Mutter umgebracht. Es zündete das Haus samt Leichen und Hab und Gut an und flüchtete. Auf dem Weg begegnete es einen alten Mann mit Brot in der Hand. Ohne zu zögern nahm es dem alten Mann das Brot weg. Daraufhin kamen drei Kinder dem alten Mann zur Hilfe. Das Mädchen brachte alle drei mit bloßen Händen um und nahm einem das Kleid weg. Mit Brot in der Hand und Kleid am Leibe stand es nun auf dem freien Feld und war schadenfroh, als es auf dem Himmel starrte. Doch dann kam ein Stein vom Himmel heran geflogen und traf es genau auf dem Kopf, sodass es langsam an der Verletzung starb.

 


Jasmin Schäffler Q11

Sterntaler im anderen Lichte


Es war einmal ein kleiner Bub, dessen Eltern plötzlich verstorben waren. Seit dem tragischen Unglück war der sonst so gepflegte Garten, den der Junge so liebte, nur noch ein Ort voll von welken Erinnerungen. Er klammerte und erfreute sich nur noch an der einzig übrig gebliebenen Margerite, welche ihn stets an seine Mutter erinnerte, die diese so gern hatte.

Verlassen und weinend saß er nun auf der Erde und musste dabei zusehen, wie Raben Löcher in die Gießkanne pickten. Die Sehnsucht nach seinen Eltern wurde immer stärker und er machte sich Gedanken darüber, wie er es schaffen könnte, wieder mit ihnen vereint zu sein. Plötzlich hörte er hastige Schritte. Sein Blick erhaschte das Nachbarsmädchen, das pfeifend heranhüpfte und ohne darüber nachzudenken, die letzte verbleibende Blume pflückte. Sie hatte ihm somit seinen letzten Hoffnungsschimmer genommen. Er fiel auf die Knie, schaute nach oben und schrie seine ganze Trauer in den Himmel hinauf. Die Erde schien zu beben und von oben kamen leuchtende Funken geflogen. Er öffnete die Augen und sah, wie sie auf den Boden aufkamen und aus jeden einzelnen von ihnen wuchs sofort eine neue, wunderschöne Margerite. Nach kürzester Zeit erblühte der ganze Garten in voller Pracht und Freudentränen kullerten ihm über seine roten Bäckchen.

 


 

Sterntaler im anderen Lichte

Schmid Tobias: „Der Schatz“

 

Es war einmal ein Mädchen, dessen Eltern lebten und waren fröhlich, es besaß die schönsten Sachen, war wohl genährt und gut gekleidet. Eines Tages hörte es von einem Märchen, in welchem man großen Reichtum erhielt, wenn man den Amen etwas  von seinem Besitz schenken würde. Sie träumte von einem Schatz, der sie so reich machen würde, wie es noch kein Mensch vor ihr gewesen sei.

Von der Gier getrieben suchte sie ein paar schmutzige Kleider der Diener und Dienerinnen zusammen und machte sich, ohne sich von ihren Eltern zu verabschieden, auf den Weg. Zügig wanderte sie durch die Gassen, den Reichtum bereits vor Augen, und warf jedem Bettler, den sie fand, ein paar dreckige Kleider vor die Füße. Am Ende des Tages kam Sie zurück zu ihrem Haus, voller Erwartungen einen Schatz vorzufinden, doch an dem Platz, wo ihr Elternhaus stand, stand nun nichts mehr, auch von den Eltern, den Dienern und Garten war nichts mehr zu sehen. Das einzige, was sie dort vorfand, war ein Schild mit der Aufschrift:

„Der wahre Schatz war hier, doch dann verließ er uns.“

 


Hannah Schmidt

Die Sterntaler


Es war einmal ein Mädchen, das seinen Eltern weggenommen wurde. Es hatte nichts mehr außer den Kleidern, die es trug, und einer Kette von seiner Mutter. Daraufhin wurde es von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht.

Einmal schlug der Pflegevater das Kind, doch es glaubte an das Gute im Menschen und vergab ihm. In der nächsten Familie wurde ihm von den Pflegegeschwistern die Kette gestohlen, die es so liebte. Dennoch glaubte das Mädchen noch an ein glückliches Ende. Als es eines Tages in seiner zerrissenen Kleidung am Straßenrand saß, weil die letzte Pflegefamilie es auch nicht mehr wollte, trat ein junger Mann zu ihm. Er bot ihr viel Geld an - und sie verkaufte ihren Körper.

 


Elisabeth Stehr

Die Sterntaler


Der Vater und die Mutter des Mädchens waren durch den Tsunami getötet worden.

Es besaß nichts als zerfetzte Kleider und nur die Reste zu essen, die nicht zerstört worden waren. Doch es gab nicht auf und bettelte auf den Straßen. Dort traf es einen Jungen, der ebenso allein und abgemagert wie sie es war, und gab ihm die letzten Reste ihres Brotes.

 

Sie ging es in eine andere Straße, um dort ihr Lager aufzuschlagen. Dort sah es ein anderes Mädchen, ebenso wenig bekleidet wie es selbst. Es gab diesem seine letzte Decke und war glücklich, dass es helfen konnte.

 

Als es nun einen Unterschlupf gefunden hatte, begann die Erde zu beben. Das Mädchen hoffte auf ein Zeichen von Gott, doch es kamen Steine vom Himmel gefallen die es unter sich begruben.

 


Maximilian Thiel

Die Sterntaler


Der Vater war tot. Die Mutter war tot. Die Geschwister waren alle tot. Das Mädchen hatte nur noch ein Stück Brot und zerfetzte Kleider. Es wusste nicht, wo es hingehen sollte. Zuhause konnte es nicht bleiben und so entschloss es sich, sich auf den Weg zu einem Berggipfel in einiger Entfernung zu machen.

Auf dem Weg dorthin begegnet ihm ein hungriger Mann, der es um das Stück Brot bat, das es in der Hand hielt. Das Mädchen erklärte ihm, dass es ihm das Stück Brot nicht geben könne, schließlich hatte es doch selbst nichts anderes zu Essen, trotzdem brach es etwa die Hälfte davon ab und gab es dem Mann, der sich bedankte und weiterzog. Das Mädchen ging weiter und begegnete einer Gruppe Kinder. Die Kinder wollten ihm seine Kleider entreißen und verprügelten das Mädchen, doch der Mann, dem das Mädchen ein Stück Brot abgegeben hatte und ihm immer noch dankbar war, kam und verscheuchte die anderen Kinder.

Als die beiden zusammen in einem Bergdorf ankamen und der Mann den Leuten dort erzählte, wie das Mädchen ihm in seiner Not geholfen hatte, nahmen die Dorfbewohner beide freudig bei sich auf und gaben ihnen so eine neue Heimat.

 


Johannes Ulbrich

Sterntaler

 

Es war einmal ein kleines Kind, dessen Eltern schon lange verstorben waren. Es war so arm und hatte lediglich ein kleines Stück Brot zu essen und ein paar Lumpen zum Anziehen. Als es nachts umher zog, um nach einem Schlafplatz zu suchen, traf es einen alten Mann, dieser schien sehr ausgehungert zu sein, weshalb das Kind dem Mann sein Brot überließ. Einige Kilometer weiter sah es eine alte Dame, welche Kleidung suchte und sehr fror, deshalb gab auch hier das Kind der Frau sein letztes Hab und Gut. Das Kind litt immer mehr und es wurde immer kälter, je später es wurde.

Noch in der selben Nacht verstarb das Kind aufgrund einer Unterkühlung.

 


Lena Wimmer, Q11

Sterntaler im anderen Lichte


Vater und Mutter eines Kindes waren ermordet worden. Daher machte sich das Kind auf den Weg. Auf der langen Reise wurde ihm in einem Lager sein letztes Brot gestohlen. Trotzdem hielt es das für ein gutes Zeichen, denn es hatte von Ähnlichem in einem Märchenbuch gelesen. Im nächsten Lager wurde es auch noch seiner Kleider beraubt. Doch auch so war es in der Geschichte, die es gehört hatte. Einer Geschichte mit Happy End. Als das Kind in ein Land kam, in dem es ihm besser ging, sah es kurze Zeit später Sterne, die vom Himmel fielen. Es waren die Scheinwerfer des Flughafens auf dem Weg nach Hause.

 


Hannah Zellner, Q11

Sterntaler

 

Ihre Mutter und ihr Vater lagen unter den Trümmerteilen. Ihr war nichts geblieben außer einem Stück Brot, das sie in einem eingestürztem Haus gefunden hatte. Mit zerfetzter Kleidung ging sie einen mit Ruinen übersäten Weg entlang, als sie eine humpelnde Ente vor sich sitzen sah. Sie war sehr dünn und aus Mitleid fütterte das kleine Mädchen die Ente mit ihrem Brot. Danach ging sie den ganzen Tag bis in die Nacht hinein weiter. Auf ihrem Weg traf sie ein anderes Mädchen, das fürchterlich zitterte, und so schenkte sie diesem ihre Kleidung in dem Wissen, dass es nun nicht mehr frieren würde. Sie ging weiter, immer noch in der Hoffnung, dass auch etwas Gutes mit ihr passieren würde, wenn sie weiterhin Güte zeigen würde. Doch als sie sehr müde und frierend sich einen Schlafplatz suchen wollte, da blickte sie zum Himmel, und sah ein Licht, das auf sie zuzukommen schien. Das Licht fiel vom Himmel, nahm sie auf und brachte sie an einem Ort, wo nichts in Trümmern lag und sie reichlich zu Essen hatte.

 


Fabian Zott

Sterntaler


Es war einmal ein kleiner Junge, dieser wurde von Polizisten mitgenommen. Er durfte nichts mitnehmen, alles was er noch hatte, war sein Gewand und ein Stück Brot. Eltern hatte er keine mehr, diese wurden schon vor langer Zeit von der Polizei mitgenommen.

Bei seiner Ankunft im Gefangenenlager wurde ihm seine Kleidung vom Körper gerissen und das Brot wurde ihm weggenommen. Nun hatte er nichts mehr, er musste sogar auf dem Boden schlafen, da nicht genügend Betten vorhanden waren. Jeden Tag hoffte er auf ein Wunder, das ihn aus dieser schrecklichen Lage befreien sollte. Er versuchte sich stets um die Schwachen zu kümmern und bat Hilfesuchenden seine Hilfe an. Dies sprach sich auch unter den Wärtern herum; zur Belohnung schrieben sie ihn in die Liste für die Teilnehmer des nächsten Duschgangs ein. Das freute den Kleinen sehr. Am nächsten Tag wurden er und die anderen Teilnehmer des Duschgangs in die Duschen gescheucht. Alle wurden sie in einen kleinen Raum mit der Aufschrift „Blubberbad“  gequetscht, es war so eng, dass man sich nicht mehr bewegen konnte. Der kleine Junge freute sich trotzdem und hatte das Glück, direkt unter einem Duschkopf zu sein. Die Tür viel zu und anstatt Wasser kam Gas aus den Hähnen. Alle fingen an zu schreien und kratzten an der Tür, das einzige Wasser, das floss waren die Tränen der Gefangenen. Dem Jungen wurde immer schwindliger, bis er dann letztendlich tot umfiel.

 

 

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