Dichterlesung mit Mirjam Pressler

 

Mirjam Pressler, eine der bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten deutschen Schriftstellerin und Übersetzerin hielt am Gabelsberger-Gymnasium eine Dichterlesung. Dies war der Höhepunkt des Q 12 P-Seminars „Literaturkritik – Buchempfehlungen für Jugendliche".

Brigitte Berg von der Stadtbibliothek hatte sich bereit erklärt und diese Vorlesung ermöglicht, nachdem sie das P-Seminar seit Monaten sehr engagiert unterstützte.

 

„Ohne Bücher bleibt die Welt eng, die Möglichkeiten dessen, was man für denkbar und daher auch für machbar hält, begrenzt“ ist das Motto von Mirjam Pressler. Sie schreibt aber nicht nur Bücher, sondern ist auch Übersetzerin für Hebräisch, Englisch und Niederländisch. Schulleiter Max Leppmeier, der nach dem Studium die Beschreibung für einen Theodolith aus Russland übersetzte, wusste welche Schwierigkeiten dabei entstehen können, zollte Frau Pressler Hochachtung und hieß sie herzlich willkommen. Veronika Gastpar, Seminarleiterin begrüßte Frau Pressler und dankte für ihr Kommen. Das Seminar sei im letzten Jahr sehr aktiv gewesen, mit Buchkritiken in der Hallertauer Zeitung und externen Aktivitäten in der Schulbibliothek und den Stadtbibliotheken in Mainburg und Au, ganz nach dem Motto von Frau Pressler: „Wir brauchen viele Bücher, viele, viele verschiedene Bücher.“  

 

Einen Einblick in die Zeit des 2. Weltkrieges gab sie nach einer kurzen Einführung, mit ihrem Roman „Ein Buch für Hanna“ aus dem sie vorlas und zugleich zeigte, dass sie nicht nur wunderbare Bücher schreiben kann, sondern sie auch hervorragend lesen. Auch Zuhörer, die Geschichten aus dieser Zeit nicht bevorzugen, riss sie in ihren Bann. Die Geschichte soll an ihre verstorbene Freundin Hanna erinnern, von der sie nach ihrem Tod viel zu wenig wusste. Recherchen aus dieser Zeit und eigenes Wissen verarbeitete sie zu einem Meisterwerk. Hanna ein 14jähriges jüdisches Mädchen muss im Krieg fliehen und kommt nach Dänemark. Sie erlebt das Leben der Juden, Theresienstadt und überlebt wie durch ein Wunder. Überaus ergreifend schildert Pressler das Leben dieses Mädchens, wie man es kaum in der deutschen Literatur lesen kann.   Jeder der gerne gute Bücher liest, sollte sich dieses „Buch für Hanna“ nicht entgehen lassen. Gute Literatur und umfangreiches Wissen machen dieses Buch besonders empfehlenswert.

 

Zum Ende der Lesung erklärte sich Frau Pressler auch noch bereit, die Fragen der Seminarteilnehmer zu beantworten. Sie erklärte, dass sie nie einen Plan hat, nur eine Idee und dann steht Recherche an, um die Bücher auch authentisch zu verfassen. Danach „fängt sie einfach an“. Am schwierigsten beim Bücher schreiben aber ist das Durchhaltevermögen. Nicht immer läuft es wie von selbst und man muss mit Menschen sprechen und sich vor Ort umsehen. Zum Schreiben kam sie selbst über viele Umwege und weil das Geld nach einem Kunststudium, als alleinerziehende Mutter dreier Töchter mit Halbtagsjob  knapp war.

 

Seminarleiterin Veronika Gastpar dankte für diese besondere Lesung mit einem kleinen Geschenk.

 

 

 

 

Text und Bild: Isabella Goossens, Hallertauer Zeitung

 

 

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