Exkursion ins Genetiklabor: „Dem Täter auf der Spur“

 

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Praxisorientiertes Lernen durften die Schülerinnen und Schüler des Biologiekurses der 11. Klasse von Frau OStRin Müller bei einer Exkursion an die Universität Regensburg diesmal auf einer ganz anderen Stufe erfahren. Die Gruppe brach am 15. März um 10:00 Uhr auf. Leider musste für die Fahrt aufgrund des schlechten Wetters ein wenig mehr Zeit miteingeplant werden. Dort angekommen genossen die Schüler eine kurze Mittagspause. Dann ging es zum Labor, wo zwei Doktoranden der Biologie bereits auf die Teilnehmer warteten.

 

img_2050.jpgMit Experimenten wie zum Beispiel dem Erstellen eines „genetischen Fingerabdrucks“ (DNA-Profiling) konnten die Schüler einen kleinen Einblick erlangen, wozu die im Unterricht besprochenen Techniken in einem echten Genlabor verwendet werden.
Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung, wurden der Kurs in Zweiergruppen aufgeteilt und aufgefordert sich Kittel und Schutzbrillen zu nehmen.
Zuerst gossen die Teams vorsichtig flüssiges Gel aus Agarose in eine Versuchsapparatur. Während dieses Gel aushärtete, erklärten die beiden Doktoranden anhand einer Power Point Präsentation anschaulich den theoretischen Teil des Versuches, bei dem die Schüler ihr Genetikwissen unter Beweis stellen konnten.

 

Als Nächstes füllten die Kursteilnehmer eine Pufferlösung über das Gel. Nun musste mit äußerstem Feingefühl gearbeitet werden, denn im nächsten Schritt mussten die Schüler mithilfe einer Mikropipette, die aufbereitete DNA dreier Verdächtigen und die Tatort-DNA  in die vorhergesehenen Taschen im Gel einträufeln. Die Schwierigkeit dabei bestand, dass weder die Taschen durchstochen werden, noch zu viel DNA in die Taschen eingefüllt werden durfte.
Nachdem alle Schüler auch diese Hürde gemeistert hatten erzeugten sie ein elektrisches Feld in der Apparatur. Daraus resultierte, dass  die versch. DNA-Stücke mit unterschiedlicher Geschwindigkeit zum Pluspol „liefen“.
Die leitenden Studenten fotografierten das Ergebnis der Gelelektrophorese der jeweiligen Teams unter UV-Licht, während den Schüler eine kurze Pause gestattet wurde.
Schlussendlich konnten alle Schüler den „Täter“ überführen, da sich auf den Fotos deutlich die Banden  der Verdächtigen gebildet hatte und man diese Banden mit denen des Tatorts abgleichen konnte.

 

Begeistert waren die Schüler auch vom zweiten Versuch, dem Isolieren eines DNA- Strangs aus einer Tomate. Zu dem hergestellten Tomatensaft gaben die Schüler unter anderem gekühltes Ethanol hinzu und konnten schon nach kurzer Bearbeitungszeit das separierte Erbgut als Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen.

 

Am Ende der Exkursion gab es noch eine Führung durch den Lehrstuhl, geleitet von Herrn Professor Schneuwly. Er zeigte uns einige Laborräume, erklärte uns die Aufgabenbereiche verschiedener Studenten, und gab uns Einblicke in die sogenannte Drosophilaforschung.

 

Um 15:30 traten dann alle wieder die Rückfahrt ans GGM an. Alles in allem sind sich die Schüler wohl einig, dass es eine aufschlussreiche Exkursion war, der den nächsten Jahrgangsstufen keinesfalls vorenthalten werden sollte.

 

 

 

Jasmin Tischer, Sharon Debera, Q 11

 

 

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