Unser Schullandheimaufenthalt auf der Veste Oberhaus

 

Am 15.10.2018 war es soweit: Die Klassen 6a, 6c und 6e fuhren in das Schullandheim nach Passau, genauer gesagt in die Kulturjugendherberge Passau Veste Oberhaus. Wir durften am Abfahrtstag alle ein wenig länger schlafen, da der Treffpunkt erst um 8:30 Uhr und die Abfahrt um 9:00 Uhr war. Wir stiegen in einen Doppeldecker-Bus, in dem eine Treppe in einen oberen Bereich führte. Die Klasse 6e (meine Klasse) verteilte sich im Bus. Es gab ein ziemliches Gedränge, weil alle einen Sitzplatz oben haben wollten. Doch die Wenigsten bemerkten, dass es unten Vierer-Plätze mit Tischen wie im ICE gab. Die letzten Schüler verabschiedeten sich dann von ihren Eltern oder entschieden sich endgültig für einen Platz. Aufgeregt schnallten sich alle an und so begann die Fahrt zum Schullandheim.

 

Während der Fahrt lachten und quatschten wir, sangen und spielten herum, bis wir nach zwei Stunden endlich in Passau angekommen waren. Der Busfahrer verteilte das Gepäck und die Lehrer führten uns zu den Gebäuden. Wir waren überrascht, dass wir mitten auf einer Burg (Veste ist ein altes Wort für Burg oder Festung) über der Stadt Passau wohnten. Wir vier Freundinnen bekamen Zimmer 52 – das war im 5. Stock! Es gab zwar einen Aufzug, aber den durften wir leider nicht benutzen. So mussten wir unsere Taschen unter viel Ächzen ganze 96 Stufen nach oben tragen. Andere traf es aber noch schlimmer, weil sie im 6. Stock untergebracht waren und 114 Stufen schaffen mussten. Glück im Unglück für uns!

 

Jedenfalls waren wir schon bei unserer Ankunft fix und fertig. Deswegen war es gut, dass sofort ein Mittagessen geplant war. Die Mensa befand sich in einem anderen unteren Gebäude – ein ständiges Auf und Ab… - Wir erlebten so hautnah, was es bedeutet, auf einer Burg zu leben. Am ersten Tag gab es Nudeln mit Soße nach Wahl – z.B. Tomatensoße oder Parmesan. Es schmeckte köstlich, so hatten wir wieder Kraft für neue Abenteuer.

 

Sofort nach dem Essen fingen wir mit der ersten Aktivität an: Die Klasse 6e traf sich im Raum „Thun“. Wir dachten zuerst, es sei eine Turnhalle. Wir hatten uns auch aus dem Grund in unsere Sportsachen geworfen. Doch Thun war der Name eines ehemaligen herrschaftlichen Bewohners der Veste (wie übrigens alle Namen der Räume in der Jugendherberge). Stattdessen spielten wir ein paar Spiele, die den Zusammenhalt unserer Klasse förderten. Im ersten Spiel musste man bei einer ersten Station Seile festhalten und Bauklötze aufeinanderstellen. Leichter gesagt als getan, sie sind uns immer wieder umgefallen! Bei der zweiten Station musste man wieder mit einem Seil arbeiten; jeder hatte eins oder zwei. In der Mitte der Seile war eine Art Stift, mit dem man einen Weg durch einen kurvigen Parcours vom Start bis zum Ziel zeichnen musste. Die dritte Station bestand aus der sogenannten „Wendedecke“. Dabei musste die gesamte Gruppe auf der Decken stehen bleiben, ohne den Boden zu berührten, während die Decke einmal gewendet wurde. Dabei wurde die Zeit gestoppt. Die beste Zeit lag bei 28 Sekunden. An der vierten Station musste man das eigene Team nach Alter ordnen, ohne dabei zu reden. Das hat richtig Spaß gemacht! Und beim letzten Spiel musste man mit Hilfe von Stöcken und Gummiringen einen Turm bauen. Wir nannten unser fertiges Bauwerk „Empire Stock Building“. Er war über 2 Meter hoch! Danach ging es wieder in die Kantine, wo ich mich für Pommes entschied – eine sehr leckere Wahl!

 

Wir ließen den Tag mit einer Fackelwanderung ausklingen. Das Personal des Schulheims erklärte uns davor, was erlaubt und nicht erlaubt war – schließlich musste man mit Feuer vorsichtig umgehen. Und so stieg die Spannung bis wir die Fackeln schließlich außerhalb der Burg (wegen der enormen Brandgefahr dort!) anzünden durften. Es war ein wunderschönes, warmes Licht und wir gingen damit die Straßen entlang.

 

Langsam wurde es spät und wir mussten uns auf den Heimweg machen. Mit den Fackeln, die bei unserer Rückkehr zum Schullandheim noch brannten, machten wir ein Lagerfeuer und erzählten einander Geschichten. Bevor wir es wussten, war es Zeit ins Bett zu gehen. Es war ein ganz toller erster Tag, und der Rest des Aufenthalts sollte bis zum 19.10. sogar noch schöner werden.

 

Wir lernten in der Woche, wie man T-Shirts bedruckt (und entwarfen dabei auch ein Logo unserer Klasse), wir wurden in die Steinmetzkunst eingeführt und durften an einer Stadtführung mit einem mittelalterlichen Stadtführer teilnehmen, um danach selbst die Stadt in einer Rallye zu erkunden. Am letzten Tag fuhren wir in das Bauern-Museumsdorf in Tittling im Bayerischen Wald. Dort durften wir selbst Krapfen backen.

 

Für alles ein Riesendank an die Busfahrer, Lehrer und das Schullandheimpersonal, die uns so ein tolles Erlebnis ermöglicht haben!

 

 

 

 

Sienna Falke, 6e, Oktober 2018

StR W. Melchior M.A.

 

 

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