Lernlust statt Lernfrust in der Schule

Eine besonders lehrreichen, aber auch amüsanten Vortrag organisierte der Elternbeirat des Gabelsberger-Gymnasiums unter Vorsitzender Gabi Biebl.

 

Lernen, das große Problem für Jugendliche und auch für Eltern, war das Thema eines Vortrages mit Schulkabarett von Dipl. Päd. Jutta Wimmer. Gabi Biebl konnte nicht nur zahlreiche Eltern verschiedener Schulen, sondern auch viele Lehrer, Florian Maier vom Schulverein und Schulleiter Alexander Wildgans vom Gabelsberger-Gymnasium begrüßen und dankte allen Sponsoren, die diese Veranstaltung unterstützt hatten und der Soundtechnik vom Team Christoph.

 

Zu Beginn schlüpfte Referentin Wimmer perfekt in die Person einer 13-Jährigen. Die Darstellung war so lebensecht, dass jeder im Saal sich an eine solche Situation aus seinem Elternleben erinnerte. Vor allem, dass man Hausaufgaben ja auch in WhatsApp erfragen kann, Mathelösungen im Internet verfügbar sind und vor allem, dass das Handy lebensnotwendig ist, weil in ihm alle Freunde wohnen, kam jedem bekannt vor.

 

In ihrem Vortrag gab Wimmer zu, dass sie als junge Mama auch dachte, sie würde bei der Erziehung alles richtig machen. Leider hat die Realität so gar nichts mit Erlerntem aus Studium und Schule zu tun. Schule ist meist langweilig, es fehlt die Begeisterung. Eltern und Lehrer sollten sich an ihre Schulzeit erinnern und den Alltag aus der Sicht der Schüler sehen. Schlechte Noten frustrieren. "Der Nachbar ist besser, ich hab genau so viel gelernt" und andere Aussagen motivieren nicht. Schüler müssen verstehen, warum Deutsch im Leben wichtig ist, oder wie gut es ist, den Alkoholgehalt berechnen zu können. Filme kann man in einer Fremdsprache ansehen, Urlaub in einem Land verbringen, in dem die Kinder dolmetschen können oder einen Schüleraustausch in einem fremden Land ermöglichen. Kinder brauchen ein Ziel, für das es sich lohnt, zu lernen. Man muss sich bis zum Gipfel immer kleine Etappenziele setzen, dann ist der Gipfel nicht so unerreichbar. Für jeden noch so ungewöhnlichen Berufswunsch eines Schülers sind Fremdsprachenkenntnisse wichtig. man muss es den Kindern nur erklären. Der Lernstoff muss mit den Kindern erarbeitet werden, dann macht er im Gegensatz zu vorgegebenen Antworten auch Spaß. Mit einer Übung für alle wurde verdeutlicht, wie man sich etwas leichter merken kann. Oft ist es hilfreich, den Lernstoff mit Bildern zu verknüpfen. Das Gehirn hasst Langeweile, Spannendes aber bleibt im Gedächtnis. Bei Hausaufgaben sollte man ruhig Pausen genehmigen. Sind Eltern streng, schaltet das Kind ab und es stellt sich danach bestimmt kein Lernerfolg ein. Wie bei den Erwachsenen stellt sich der größte Erfolg ein, wenn etwas interessant ist und man es möchte. Keinesfalls sollte man Kinder untereinander vergleichen. Jeder hat sein eigenes Lerntempo und benötigte Zeit. Auch die Lernmethoden, ob still sitzend oder im Bett liegend lernen sind individuell und man sollte die Kinder selbst entscheiden lassen. Manche lernen besser mit Bewegung. Ehrgeizigen Eltern legte Wimmer ans Herz, selbst mal den Pisa-Test zu versuchen. Dann schlüpfte Wimmer noch in die Rolle einer Schweizer Ärztin und gab Tipps zu Prokrastination und anderen besonderen Schülerkrankheiten, was für große Erheiterung sorgte. Zum Schluss gab es noch den Tipp, die Hausaufgabe in Lerninhalte von maximal 15 Minuten aufzuteilen und auch wenn man eine große Aufgaben vor sich hat, wenigstens mal anzufangen. Der große Applaus der Zuhörer bewies, dass dies ein sehr hilfreicher Vortrag für alle war und wer noch Genaueres wissen möchte, kann sich bei den "10 größten Lernlustkiller" unter www.juttawimmer.com informieren.

 

 

 

 

Hallertauer Zeitung

 

 

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