Kurzstudienreise nach Prag

 

Wenn Engel reisen………

 

…. dann lacht die Sonne und die Sonne war uns tatsächlich hold bei unserer Kurzstudienreise nach Prag. Frühlinghaft blühende Bäume und Büsche erwarteten die 27 Schülerinnen und Schüler aus der Q12, die sich am Freitag, den 31.03.2017 unter der Führung von StDin Gastpar, begleitet von StDin Gratzer und StRin Bäumler auf die Spuren von Franz Kafka begaben.

 

Wir wurden in angenehmster Art durch die Stadt und insbesondere das jüdische Viertel Josefstadt geleitet, wobei wir hautnah an Kafkas Wohnhäusern und Wirkungsstätten herangeführt wurden und dadurch Einblicke in sein zerrissenes Leben zwischen notwendiger Arbeit als Jurist und eigentlicher Berufung, dem Schreiben, gewannen. Ein Besuch im Kafka Museum vertiefte unser Wissen durch seine Originalschriftstücke, Dokumente und zahlreiche Bilder. Um uns auch noch den tiefsten Einblick in die kafkaeske Gefühlswelt ( kaf-ka-esk: Adjektiv [nicht steigerbar] in der Art der Schilderungen Kafkas) zu schenken, mussten wir uns mit damit auseinandersetzen, dass der einzige Laden, der uns U-Bahntickets verkaufen konnte, genau an dem Tag Inventur hatte, Prager Busfahrer grundsätzlich keine 30 Tickets im Bus verkaufen (?) und schließlich, dass die Aufführung im Nationaltheater, Laterna Magica, entgegen aller zuvor studierter Stadtführer und Erfahrungen aus früheren Besuchen diesmal ganz ohne Schwarzlicht im klassischen Sinne auskam.

 

Beim Besuch der Vorstellung fragte sich so mancher von uns, ob das Agjektiv kafkaesk nicht doch steigerbar ist, so speziell zeigte sich der Humor unserer tschechischen Nachbarn. Entschädigt wurden wir jedoch in vieler Hinsicht, z. B. beim Gang über die Karlsbrücke und dem wie für uns bestellten reizenden Ostermarkt am Altstädter Ring.

 

In Kleingruppen erforschten wir am Sonntag das größte geschlossenr Burgareal der Welt und beobachteten die Wachablösung, statteten verschiedenen Synagogen und dem jüdischen Friedhof einen Besuch ab, schlemmten uns durchs Schokoladenmuseum oder paddelten auf der Moldau. Ob Pizza, Gulasch, Salat, Schupfnudeln, Hühnchen, Burger oder Trdlo, Prag verwöhnte uns mit guter Küche zu moderaten Preisen selbst dort, wo der Tourismus boomt. Die Energie brauchten wir aber auch für unsere kilometerlangen Märsche durch die Stadt. Allein am Samstag legten wir ca. 20 Kilometer zurück. Ironischer Weise waren einige davon der Tatsache geschuldet, dass uns der Bus nicht so nah an der Stadt absetzen und holen konnte, wie ursprünglich geplant, weil in Prag gerade ein Halbmarathon angesetzt war... Am letzen Tag überraschte uns, die wir nichts ahnend im Kafka Cafe´ ein wenig entspannten, auch noch ein martialischer Zug von Ultra Fußballfans der Prager Mannschaft Sparta, welche von einem Polizeiaufgebot, das seinesgleichen sucht, mitten durch die Stadt zum Stadion geleitet wurde. An dieser Stelle waren einige von uns mit Sicherheit beim Superlativ der kafkaesken Erlebnisse angelangt.

 

So kurz die Reise auch war, so viele verschiedene Eindrücke und Erlebnisse klingen in uns nach. Deswegen stand das Kurzgewitter am letzten Morgen sinnbildlich dafür, dass wir noch gerne ein paar Tage länger geblieben wären, kafkaesk hin oder her. Wie es sich so gehört, schien gleich danach auch wieder die Sonne, so dass wir unsere Reise in die „Goldene Stadt“, wie es Engeln zusteht, bei sommerlichen Temperaturen ausklingen lassen konnten.

 

 

 

 

 

 

Text und Bilder: StD'in Gratzer

 

 

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