Interkulturelle Kommunikation am GGM

 

Seit diesem Schuljahr gibt es am Gabelsberger-Gymnasium eine Fördergruppe für besonders begabte und engagierte Schüler. Studienrätin Dagmar Dobler hat diese Gruppe übernommen und ist immer auf der Suche nach besonders anspruchsvollen Aktionen für die Schüler.

 

Nun konnte sie Psychologin Dr. Astrid Utler für einen Vortrag zu interkulturellen Kommunikation gewinnen. Für ihre Dissertation war sie bereit am Gymnasium gewesen, um Material zu sammeln und kennt die Schule daher und war gerne bereit für diesen besonderen Vortrag für die 8. und 9. Klasse.

 

Zur Einführung gab es ein kleines Stück, das zwei Schüler nach kurzer Einführung vorführten. Die jungen Damen und Herren sollten es interpretieren und lagen mit ihrer Vermutung völlig daneben. Es wurde vermutet, dass in dem imaginären Stück der Mann die gehobenere Position darstellt und die Frau durch ihre Haltung untergeordnet ist. Dann wurde aufgelöst und es war durch eine andere Interpretation genau das Gegenteil.

 

Das Fazit war, dass jede Kultur Besonderheiten pflegt, die von anderen Kulturen nicht verstanden oder falsch interpretiert werden können. Das ist vor allem in Hinblick auf die Gastschüler, die gerade am Gymnasium weilen , zu beachten. Das fängt von der Lautstärke beim Reden an und hört nicht nur mit bestimmten Essgewohnheiten auf. Niemand in Deutschland würde für indischen Besuch das Essen am Boden servieren, wurde als Beispiel genannt. Neben den kulturellen Verschiedenheiten gibt es auch Besonderheiten innerhalb Familien, die nicht immer offensichtlich sind. Es gibt sogar Unterschiede in Deutschland von Nord nach Süd, oder vom Osten zum Westen, die es richtig zu interpretieren gilt. In einer Diskussion wurden verschiedene Beispiele gebracht, die dies untermauerten. Man sollte immer genau beobachten, aber dann nicht gleich interpretieren, sondern vorher recherchieren. Der wichtigste Grundsatz zur Feststellung einer Begebenheit ist die Beobachtung, dann nachfragen und recherchieren und dann erst interpretieren. Die Interpretation durch eigene Erfahrung, Wissen, Gefühle und Emotionen kann oft in die Irre führen und Vorurteile sind vorprogrammiert. Oft verhalten sich andere Kulturen in einer bestimmten Art, weil sie den Gastgeber nicht verletzten möchten. Daher gilt es immer genau zu beobachten, was in anderen Ländern auch stärker praktiziert wird, als in Deutschland.

 

Die Schüler waren fasziniert, welche kulturellen Unterschiede es nicht nur in Deutschland gibt und Lehrerin Dobler dankte Dr. Utler für den außergewöhnlichen und spannenden Vortrag.

 

 

 

 

 

 

Text und Bild: Isabella Goossens, Hallertauer Zeitung

 

 

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