Gymnasiasten führen Don Juan auf

 

Die Theatergruppe am Gabelsberger-Gymnasium, die früher von Heribert Mühl geleitet wurde, hat in diesem Schuljahr Studienrat Sebastian Daller sehr erfolgreich übernommen.

Wie in den letzten Jahren hatte man sich ein ungewöhnliches, sehr anspruchsvolles Stück vorgenommen. "Don Juan oder die Liebe zur Geometrie" wurde aufgeführt.

 

Es wurde von Max Frisch als Parodie des ursprünglichen Don Juan Stückes geschrieben. Don Juan ist ein Frauenheld par excellence, der Frauen verführt, Ehen bricht, Menschen in den Selbstmord treibt und sogar selbst tötet. Sein wahrer Anspruch aber ist die Geometrie und nicht die Frauen.

 

Stellvertretender Schulleiter Franz Baumer begrüßte die Gäste und dankte Lehrer Daller und den Schauspielern für ihren Einsatz.

 

Das Stück, das mit vielen lustigen Pointen gespickt war, wie dem Satz "Männer sind das Blindeste, was der Herrgott erschaffen hat" oder das im Stück oft servierte Frühstück sorgten für viel Spaß.

 

Ein besonders guter Schauspieler mit ungewöhnlich viel Text war Adrian Gehring, der die Figur in jeder Situation passend hervorragend darstellte. Ob listig, zermürbt oder forsch, jede Situation verstand er zu interpretieren. Nadine Kreitmair spielte den Vater mit Liebe zum Detail. Sarah Niennemann hatte eine Doppelrolle und schaffte den Übergang von jungen sehr offenen Mädchen bis zur edlen Dame hervorragend. Sehr gekonnt auch Niklas Mayer als Pater, der zudem voller Ernst seine Perücke trug. Eine gekonnte Besetzung war auch Helena Neumair als Kupplerin, die sie so perfekt und ohne Scheu umsetzte. Samuel Brandl war der Alonso und spielte das Zittern der Hände in Perfektion und zeigte sich hervorragend als devoter Diener. Eine tolle Darstellung zeigte auch Mika Kinzel als Ehemann und noch mehr als gespielte Eminenz. Obwohl nur eine kleiner Rolle, aber doch in Perfektion zeigte Danny Breiner und Julia Scholz das Ehepaar.

 

Großes schauspielerisches Talent bewies auch Elias Lücke als treuer Freund des Don Juan. Spielte er erst den hingebungsvollen Freund, setzte er auch tiefen Schmerz in Gesten und Worten unglaublich gut um. Jasmin Konzack stellte trotz ihres jungen Alters die aufgeregte verliebte und dann tief verletzte Braut hervorragend dar. Vor allem auch die absolute Körperspannung als sie auf die Bühne gezogen wurde und ihre Leblosigkeit unglaublich gut umgesetzt. Sehens- und hörenswert waren auch die Witwen aus Sevilla Elena Zimmermann und Julia Scholz. Besonders schön waren die fechtenden Vettern Linus Lang, Laura Eder und Lea-Sophie Zimmermann. Ihre wilde Mörderjagd wurde nur noch von der Berichterstattung über den Tod der Hundes gesteigert.

 

In der Pause gab es Getränke und ungewöhnliche Kuchen und Getränke, die die jungen Schauspieler selber verkauften.

 

Zum Schluss bedankten sich die Schüler besonders bei Hausmeister Wolfgang Heinz für seine technische Hilfe und allen anderen Problemen, beim Licht- und Ton-Team Markus Budeus, Danny Breiner, Daniel Peckl und Valentin Röckseisen und ganz besonders bei ihrem Regisseur Sebastian Daller.

 

 

 

 

 

Text und Bilder: Isabella Goossens, Hallertauer Zeitung

 

 

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