Gabelsberger-Gymnasium Mainburg und Technische Hochschule Ingolstadt (THI) kooperieren

 

Ingolstadt – Mit einem Besuch in Ingolstadt besiegelte das Gabelsberger Gymnasium am 4. Juni die Partnerschaft mit der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI). Die Delegation, bestehend aus Schulleiter Alexander Wildgans, dessen Koordinator für die Berufs- und Studienorientierung Wolfgang Melchior M.A., der erfahrenen P-Seminarlehrerin Frau Anja Spreider sowie 13 Schülerinnen und Schülern der Q11, lernte innerhalb des Vormittags die Hochschule und all ihre drei Fakultäten kennen.

 

Begrüßt wurden die Besucher von Professorin Dr. Michaela Regler, Vizepräsidentin für Lehre, Studierende und Alumni an der THI, bevor Studienberaterin Sabine Dörr der Gruppe hilfreiche Tipps für die Studienorientierung an die Hand gab. Nochmals wurde dabei eindringlich an die Arten und das Verfahren wie auch Fristen eines dualen Studiums erinnert, das sich zunehmender Beliebtheit unter Schülern erfreut.

 

Viele Insidertipps zum Studium gab es dann bei der Campusführung durch Studienbotschafter Dennis Dünzl, der an der THI Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Ergänzt wurden die Einblicke bei der Gesprächsrunde zum studentischen Leben durch Leonhard Zimmerer, Student im Studiengang Energietechnik und Erneuerbare Energien. Einer Vorlesung durften die Besucher gemeinsam mit Digital Business-Studentin Emma Tigistu bewohnen. Bei dieser Grundlagenveranstaltung „Einführung in die Software-Entwicklung“ von Professor Dr. Ulrich Schmidt konnten die Besucher in der ersten Reihe sitzend Problemen und Lösungen der Sortierung innerhalb der höheren Programmiersprache Python lauschen.

 

Manche der Schülerinnen und Schüler – darunter waren viele Teilnehmer des Mathematik P-Seminars „Numbers“, fand im Laufe des Tages immer wieder Bezüge zu aktuellen Inhalten ihres Unterrichts. Nach der kurzen Mittagspause ging es mit Professor Ulrich Schmidt diesmal im Labor für Produktionsmechatronik um Probleme „angewandter Mathematik“. Als Studiengangleiter und Studienfachberater des Bachelorstudiengangs für Mechatronik zeigte Schmidt die ganze Bandbreite seines Labors – von den eher spielerischen Elementen, wie dem humanoiden Roboter NAO und Roboterhund AIBO, bis zu den Industrierobotern von KUKA. Hier gab Schmidt einen exklusiven Einblick in die Choreografie für den Futurologischen Kongress, einer künstlerischen Veranstaltung in Kooperation mit dem Stadttheater Ingolstadt.

 

„1978 habe ich mein Abitur am Gabelsberger Gymnasium gemacht und Sie sehen, was jetzt aus mir geworden ist“, begrüßte Professor Dr. Josef Pöppel gut gelaunt die Gruppe an ihrer letzten Station, dem Labor für Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). In der EMV-Akustik-Kabine konnten die Besucher aus Mainburg am eigenen Leib spüren, wie sich der Körper in einem komplett störungsfeien Umfeld verhält. Der Fragebogen, der am Ende des zehnminütigen Experiments jedem Besucher ausgehändigt wurde, diente auch dazu, die empirischen Studien im Rahmen des Tinnitusprojekts weiterzutreiben. Dieses 2006 durch Zufall ins Leben gerufene Projekt konnte bis dato nämlich nachweisen, dass sich Tinnitus nach einer gewissen Verweildauer in der EMV-Akustik-Kabine signifikant verbessert.

 

Das Gabelsberger-Gymnasium und die THI planen nun für das kommende Schuljahr weitere Projekte in der Studienorientierung und im wissenschaftlichen Bereich.

 

 

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