GGM erhält Titel: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

 

Mit einem Festakt feierte das Gabelsberger Gymnasium die Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

 

Eva Lentner (Abitur 2016), Elena Scherr und Felix Groll von der SMV hatten beim Schülersprechertag über das Schulnetzwerk von dieser Aktion erfahren und waren begeistert. Bei ihrer Vorstellung bei Schulleiter Max Leppmeier rannten sie offene Türen ein. Studienrätin Anita Förstner und Studienrat Sebastian Schraml begleiteten das Projekt und stellten es für das P-Seminar zur Verfügung.

 

Um diesen Titel zu erhalten, mussten 1.000 Unterschriften zur Selbstverpflichtung gegen Mobbing und Ausgrenzung gesammelt werden. Studienrat Sebastian Daller überzeugte seinen Kollegen, den Kabarettisten Helmut Schleich, die Patenschaft zu übernehmen.   

 

Das Programm startete mit dem Lied von Nena über „99 Luftballons“ von der Schulband. Zum Festakt begrüßte Schulleiter Leppmeier in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula Stadtpfarrer Möwes, stellvertretenden Landrat Josef Egger, Bürgermeister Josef Reiser, die Schulleiter der Hallertauer Mittelschule, der Berufsschule, der Prälat-Michael-Thaler-Schule, den ehemaligen 2. Schulleiter Alois Mandl, den Regionalkoordinator Martin Birkner und vor allem Kabarettisten Helmut Schleich, Schüler, Lehrer, Eltern und die SMV und Tutoren. Er erinnerte daran, dass das Gabelsberger-Gymnasium mit seinen vielen Schülern mit Migrationshintergrund auch bunt sei. Auch die zahlreichen Schüleraustausche und Möglichkeiten zum Erlernen einer Fremdsprache bis hin zu Chinesisch beweisen die Offenheit der Schule. Er dankte den beiden Betreuungslehrern Förstner und Schraml für ihr Engagement und dem Schulchor für die Umrahmung des Festes.

 

Elena Scheer und Felix Groll erläuterten den Werdegang der Aktion und verpflichteten sich zusammen mit der Schule jährlich ein Projekt gegen Rassismus zu organisieren. Ihr Traum ist eine Schule ohne Ausgrenzung, ein Ort an dem man gerne ist und gerne lernt.

 

Helmut Schleich erläuterte, was Rassismus ist. Man ist gegen Fremde nur so lange abgeneigt, bis man sie näher kennen lernt und feststellt: „Der ist eigentlich ganz nett.“ Rassismus ist oft auch nur die Unsicherheit, sich auf etwas Neues einzulassen. Musiker Daller untermauerte das mit einem rassismusfreien Lied. Er fand die Burka nicht so schlecht, bei Menschen, die blöd schauen, würde das durch die Burka nicht sichtbar. Bevor Birkner die Urkunde und die Tafel überreichte, sagte er, dass Rassismus schon immer unter den Menschen war. Meist entsteht er durch blinden Aktionismus. Der Islam wird mit Terror und Anschlägen gleich gestellt. Geändert haben sich immer nur die Opfer. Selbst Menschen die vom Rassismus verfolgt werden, tragen selber rassistische Vorurteile in sich. Man darf vor Unrecht nicht die Augen verschließen, sondern man darf einfach nicht mitmachen. Er wünschte der Schule viel Erfolg gegen den Rassismus und überreichte die Tafel gegen Rassismus, die am Schulgebäude befestigt wird. Leider fielen die musikalischen Beiträge wie „We are the world“ für die das Vokalensemble und Schulband  geübt hatten, der Zeit zum Opfer, da die Schulbusse pünktlich fahren mussten.   

 

 

 

 

 

 

 

Text und Bild: Isabella Goossens, Hallertauer Zeitung

 

 

Zurück zur Startseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


© 2017 Gabelsberger-Gymnasium Mainburg.    Alle Rechte vorbehalten.    Impressum