Feierliche Einweihung des neuen Flügels am Gymnasium mit einem Konzert

Fast ein Jahrhundert-Ereignis fand am Gabelsberger-Gymnasium mit dem berühmten Komponisten Sylvester Levay statt.


 

Knapp 100 Jahre ist der bisherige Flügel des Gymnasiums alt, den Musiklehrer Huber vor 40 Jahren gebraucht für die Schule kaufte. Nicht nur das Äußere des Instruments hat in dieser Zeit gelitten, der Steinway-Flügel hat inzwischen auch viele andere Leiden. Vor zwei Jahren hatte deshalb die Fachschaft Musik unter Fachbetreuer Reinhold Furtmeier die gewagte Idee, einen neuen Flügel zu kaufen. Die Finanzierung allerdings machte großes Kopfzerbrechen. Dann kam die Idee, Paten für die einzelnen Tasten zu suchen und auch das Landratsamt wurde um einen Zuschuss gefragt. Lehrer, Eltern, der Elternbeirat unter der Führung von Gabriele Biebl, der Schulverein und viele Gönner engagierten sich. Die Resonanz war so überwältigend, dass man nicht nur den neuen Flügel kaufen konnte, sondern auch noch etwas Geld für eine notwendige Reparatur des bisherigen Flügels übrig ist.

 

Nun stand „der Neue“ also zur Einweihung in glänzendem Schwarz mit einer großen roten Schleife auf der Bühne und wartete auf die ersten Spieler. Schulleiter Alexander Wildgans konnte Pfarrer Frank Möves, Landrat Martin Neumeyer, 2. Bürgermeisterin Hannelore Langwieser, Gabriele Biebl sowie zahlreiche andere Gäste begrüßen und war begeistert von der Vielzahl ehemaliger Lehrer und Schüler, die das Ereignis besuchten, was zeigt, wie viele sich immer noch mit dieser Schule verbunden fühlen. Respekt zollte er all jenen, die diesen Flügelkauf ermöglicht hatten bis hin zu Hausmeister Wolfgang Heinz, ohne die eine solche Aktion und Einweihungsfeier nicht möglich wäre. Vor allem der Fachschaft Musik gebühre seine Hochachtung. Besonders erfreut war Wildgans, dass der weltweit bekannte Komponist Levay die Patenschaft übernommen hat. Levay sprach vom Gabelsberger-Gymnasium als einer wunderbaren Schule, an der auch seine Kinder das Abitur abgelegt haben und er daher eng mit der Schule verbunden ist. Er wünschte der Schule, dass diese neue Instrument alle beflügeln möge: "Den Klang der Musik kann man nicht schmecken und nicht anfassen und trotzdem übertrifft er alles auf der Welt." Reinhold Furtmeier sagte allen Spendern, Unterstützern und vor allem der Fachschaft Musik Dank. Aber auch wer nicht gespendet habe, habe mit seinen Steuern dazu beigetragen, da der Landkreis die Hälfte der Kosten übernommen hat. Ein kurzer Rückblick auf den Kauf des Instruments, bei dem man zig Flügel besichtigt und gespielt hatte, zeigte auf, dass ein solches Unterfangen gar nicht so einfach ist. Dem neuen "Kind" Yamaha mit seinen vier Monaten, 300 kg Gewicht und 88 Tasten wünschte er ein langes Leben.

 

Magdalena Neumaier aus der 5. Klasse hatte dann die Ehre, die Verpackung des Flügels mit Zerschneiden der Schleife zu öffnen und die Musiklehrer packten ihn schwungvoll aus. Die junge Dame durfte dann dem neuen Instrument mit "Für Elise" die ersten Töne entlocken. Eine Hommage an den neuen Flügel brachten Johanna Rainer mit einer sehr gefühlvoll gespielten Sonantine auf der Violine, Franziska Neumaier mit einem äußerst anspruchsvollen lyrischen Stück am Klavier und Lena Schlauderer mit einer beeindruckend gespielten Romanze auf der Viola. Die jungen Musikerinnen zeigten alle nicht nur ihr großes Talent, sondern auch das Gefühl und die Liebe zur Musik und erhielten großen Applaus.

 

Elternbeiratsvorsitzende Biebl erläuterte die Bedeutung Musik vom Babyalter bis zum Erwachsenen: "Jeder sollte Musik im Herzen haben, denn sie streichelt die Seele." Drei ehemalige Schüler ehrten den neuen Flügel mit ihrem Können. Felix Groll mit "Papageno" und vor allem mit einer perfekten Intonation eines von Levay komponierten Liedes aus dem Musical "Mozart". Wolfgang Roßbauer "zahlte" eine Schuld an seine ehemalige Schule und holte endlich das Stück von Sergei Rachmaninov nach, dass er vor 25 Jahren der Schule verweigert hatte. Es ist ihm perfekt gelungen, seine Schuld zu bezahlen. Anna-Sophie Mitscherlich verzauberte mit ihrem gefühlvollen Spiel auf dem Saxophon und erhielt wie ihre Vorspieler einen überwältigenden Applaus. Den Abschluss der Feiert krönte das Streicherensemble mit Flügelbegleitung bestehend aus Lehrern und Schülern und Pfarrer Möwes mit "Somewhere in time". Der Höhepunkt aber war, als Pate Levay sich trotz seiner Bescheidenheit überreden ließ, den neuen Flügel zu testen und ein Potpourri aus "Elisabeth" zu spielen, was mit tosenden Applaus honoriert wurde. Seine fachkundige Aussage: "Der Flügel ist hervorragend."

 

 

 

 

Text und Bild: Hallertauer Zeitung

 

 

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