"Biedermann und die Brandstifter" am Gymnasium

 

Ein bemerkenswertes Theaterstück brachte die Schülergruppe von Studienrat Sebastian Daller auf die Bühne. Nachwuchsdarsteller verschiedener Jahrgangsstufen zeigten das kritische und sehr anspruchsvolle Drama "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch. Darin geht es um einen reichen Bürger, der zwei Brandstifter in sein Haus aufnimmt, obwohl er unterschwellig genau weiß, dass es Brandstifter sind. Sogar dann, als sie Benzinfässer auf dem Dachboden deponieren und ihr Vorhaben kaum mehr verbergen, glaubt Biedermann an deren Unschuld und gibt ihnen sogar noch Zündhölzer.

 

Schulleiter Alexander Wildgans begrüßte die Gäste in der Aula und dankte nicht nur den jungen Schauspielern, sondern auch Regisseur Daller und dem Technik-Team sowie Hausmeister Wolfgang Heinz für die große Unterstützung.

 

Die Gäste wurden von Lilli Müller, Lea Zimmermann, Laurin Beyse und Linus Lang in Feuerwehraufmachung mit Versen durch das Programm begleitet. Laura Eder spielte den Biedermann und wusste ihre Figur perfekt zu interpretieren – erst streng, dann beeinflussbar agierend, mit der Gefahr vor Augen lebend und trotzdem in Untätigkeit verharrend. Diese Stimmungsschwankungen gelangen Laura hervorragend. Ihr Gegenspieler war Elias Lücke als einer der Brandstifter. Mit seiner Mimik, Gestik sowie raffiniert verpackten, schmeichelnden Worten konnte er den raffinierten Gauner absolut glaubwürdig darstellen. Vor allem sein zynisches Lächeln über die naive Gutgläubigkeit des Biedermann offenbarte eine hohe schauspielerische Kunst.

Gesten und Mimik waren auch die Stärke von Jasmin Konzack als Dienstmädchen, während Adrian Gehring die zweite Brandstifterfigur ohne Mühe bieder und harmlos wirken ließ. Sarah Ninnemann spielte Biedermanns Gemahlin und zeigte eine herrliche Wandlungsfähigkeit von einer wütenden Ehefrau hin zu jemandem, der sich ganz schnell vom Brandstifter "einwickeln lässt" und schließlich verzweifelt um sein Bleiben bettelt. Gleich mehrere Rollen übernahm Elena Zimmermann und überzeugte als trauernde Witwe, verärgerte Angestellte oder Polizist.

 

Daniel Peckl, Ole Donnermeyer und Lukas Gerlsbeck bewerkstelligten mit Ton und Technik den perfekten Hintergrund – vor allem das "inszenierte" Feuer am Ende des Theater geriet beeindruckend.

 

Alle Gäste, die gekommen waren, erfreuten sich am schauspielerischen Talent der Schüler und erlebten einen tollen Abend.

 

 

 

 

 

Isabella Buchenrieder-Goossens, Hallertauer Zeitung

 

 

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